Eine Grundschule in jeder Schwalm-Eder-Gemeinde bleibt

Schwalm-Eder. In jeder Gemeinde oder Stadt im Schwalm-Eder-Kreis soll es weiterhin mindestens eine Grundschule geben. Daran will der Kreis festhalten, auch angesichts drastisch zurückgehender Schülerzahlen in den nächsten Jahren.

Um das zu erreichen, seien viele Gespräche vor Ort mit Eltern und Kommunalpolitikern sowie kreative Lösungen notwendig. Das sagt Landrat Frank-Martin Neupärtl im Vorfeld der ersten Beratungen des Schulentwicklungsplans, der nächstes Jahr erst dem Kreistag und dann dem Kultusministerium vorgelegt werden muss.

Gleichzeitig sollen alle Schulformen, von der Gesamtschule bis zum Gymnasium, wohnortnah erreichbar bleiben. Das zu schaffen, wenn gleichzeitig im Kreis über 2000 Schüler bis zum Jahr 2015 fehlen werden, sei eine große Herausforderung, betont Neupärtl.

Als Beispiel einer guten Problemlösung für den ländlichen Raum nennt der Landrat den Zusammenschluss von Grundschulstandorten, wie er mit der so genannten Kleeblattschule für Siegertshausen, Leimsfeld, Ober- und Niedergrenzebach schon verwirklicht worden ist. Auch die Änderung des Einzugsbereichs kann Standorte sichern, wie etwa in Neuenbrunslar: Dorthin gehen jetzt auch die Kinder aus Böddiger.

Einfluss auf die künftige Schullandschaft im Kreis werden auch organisatorische Veränderungen haben, etwa die neue Mittelstufenschule, die es an drei Standorten im Kreis geben wird, und die Entwicklung an den Gymnasien. Denen fehlt durch die G8-Regelung zusätzlich zum allgemeinen Rückgang der Schülerzahl dauerhaft ein kompletter 13. Jahrgang.

Gelöst werden muss zudem die Zukunft der Förderschulen im Kreis, da der Gesetzgeber es den Eltern jetzt ermöglicht, ihr Kind mit Förderbedarf an einer normalen Schule anzumelden.

Quelle: HNA

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