Staatssekretär Weinmeister übergibt Zuwendungsbescheid

Eine halbe Million für den Hochwasserschutz

Es geht voran: Stadtrat Robert Kessler begutachtet mit dem Ersten Stadtrat Horst Förste die Fortschritte der umfassenden Hochwasserschutzmaßnahme vor Altenhasungen. Fotos: Spanel

Wolfhagen. Um die Hochwassergefahr für die beiden Wolfhager Stadtteile Altenhasungen und Wenigenhasungen zu reduzieren, fördert das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Renaturierungsmaßnahmen an Erpe und Linsebach mit rund 525.000 Euro.

Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister übergab Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake am Dienstag den entsprechenden Bescheid im feierlichen Ambiente des Rathauses. „Die beiden Gewässer erhalten zukünftig mehr Raum, um Hochwasser aufzunehmen. Gleichzeitig wird die ökologische Situation deutlich verbessert“, so Weinmeister. Auf insgesamt viereinhalb Kilometern Länge zwischen Altenhasungen und Wenigenhasungen sind derzeit die Renaturierungsmaßnahmen an der Erpe in vollem Gange. Zunächst musste dabei der Flusslauf verbreitert werden, damit die Erpe auf den Aueflächen wieder die typischen Verzweigungen, Flutmulden und Altwässer bilden kann.

Im Laufe der nächsten Monate soll zudem das Wehr an dem Bachlauf so umgebaut werden, dass auch Fische wieder den Flusslauf entlangwandern können. Es ist geplant, eine so genannte Fischtreppe am Wehr anzulegen: „Der Lebensraum für Fische und andere Gewässerlebewesen wird so deutlich aufgewertet“, so der Staatssekretär.

Schutz vor Hochwasser

In Wenigenhasungen wird der Linsebach auf einer Gesamtlänge von rund 800 Metern aufgeweitet und ein Seitenarm angelegt. Hierdurch werden zusätzliche Überflutungsflächen geschaffen, die einer Verbesserung des Hochwasserrückhalts dienen. Außerhalb des Wolfhager Ortsteils werden zwei Straßendämme angelegt, die ein künstliches Rückhaltebecken für rund 3000 Kubikmeter Wasser schaffen. Dadurch soll die Hochwassergefahr in Wenigenhasungen reduziert werden.

„Wir befinden uns bereits seit etwa zwei Jahren in der intensiven Planungsphase für diese aufwendige Maßnahme“, sagt Stadtrat Robert Kessler. Im Vorfeld mussten – soweit möglich – anliegende Grundstücke von der Stadt aufgekauft werden, um eine Flussbettverbreiterung überhaupt möglich zu machen. Desweiteren wurden landschaftliche Gegebenheiten in mühevoller Kleinarbeit vermessen, aufgenommen und auf die jeweiligen Belange zugeschnitten.

Bürgermeister Schaake zeigte sich entsprechend begeistert von der Zuwendung des Landes Hessen: „Das ist ein wichtiger Beitrag, um den von der europäischen Wasserrahmenrichtlinie geforderten ,guten ökologischen Zustand’ zu erreichen“. Mit 85 Prozent des mit etwa 617.000 Euro veranschlagten Gesamtmaßnahmenvolumens erhält die Stadt Wolfhagen zudem den Höchstsatz der vom Land Hessen zu vergebenen Mittel.

Von Emily Spanel

Quelle: HNA

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