Hochlandgemeinde schreibt weiter rote Zahlen – Abwasser und Kita im Defizit

Eine halbe Million Minus

Umgestaltung: 30 000 Euro will die Gemeinde investieren, um den Spielplatz des Kindergartens Hochlandstrolche zu vergrößern, er soll auf den öffentlichen ausgedehnt werden. Foto:  Hildebrand

Gilserberg. Von einer sparsamen Haushaltsführung sprach Bürgermeister Rainer Barth, als er in der Sitzung der Gilserberger Gemeindevertretung den Etat für dieses Jahr vorstellte. Dennoch ist die Hochlandgemeinde weit davon entfernt, schwarze Zahlen zu schreiben. Das Defizit wird laut Haushaltsplan 524 000 Euro betragen. Das sind 100 000 Euro weniger als im Vorjahr.

Das Loch in die gemeindliche Kassen reißen die Defizite für Abwasser und Kindergarten. In diesen Bereichen decken die Gebühren die Ausgaben nicht. Barth brachte aus diesem Grund einen Antrag in die Gemeindevertretung ein, die Betreuungszeiten und Gebühren der Kita anzupassen.

Denn nur wenn eine bestimmte Stundenzahl an Betreuung für die Jüngsten in der Kita angeboten werden, erhalte die Gemeinde Förderungen dafür. Zudem sollen die Gebühren für den Kita-Besuch angehoben werden. Barth habe sich bereits mit dem Elternbeirat besprochen.

So kam man zur Einigung die Kosten für Krabbelgruppe und Spielkreis, die zwei Stunden pro Woche angeboten werden, von 10 auf 20 Euro anzuheben. Mit der genauen Benutzungs- und Gebührenordnung werden sich nun allerdings die gemeindlichen Ausschüsse beschäftigen.

„Die endgültigen Beschlüsse müssen stehen“, sagte der Bürgermeister zu den Gemeindevertretern, er mahnte damit die ausstehenden Beratungen zur gesplitteten Abwassergebühr an. Die Gemeindevertretung hatte sich nach der Einführung der gesplitteten Abwassergebühr zwar auf eine Erhöhung geeinigt, allerdings noch keine konkreten Zahlen genannt. Fest steht nur: die Kosten für das Abwasser müssen steigen. Denn Barth befürchtet, dass der Haushalt nicht genehmigt wird, wenn die Gebühren die Kosten nicht decken. So kalkulierte der Rathauschef den Haushalt mit 3,25 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser und 33 Cent für den Quadratmeter versiegelter Fläche. Über den Haushaltsplan stimmt die Gemeindevertretung in der nächsten Sitzung ab.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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