Am zweiten Weihnachtsfeiertag kam Bischof Hein in eine Schwälmer Dorfkirche

Eine Kirche voller Licht

Trotz Schneechaos: Bischof Prof. Dr. Martin Hein kam nach Asterode, um die Arbeit der Kirchengemeinde und Pfarrerin Nora Dinges aus Neukirchen mit einem Gottesdienst zu würdigen. Fotos: Trolp

ASTERODE. Mit staunenden Augen und festen Schrittes ging Bischof Hein durch die kleine Dorfkirche von Asterode. Dichtes Schneetreiben vor der Tür. Drinnen in der Kirche war es warm. Die Gemeinde stand andächtig zusammen und bewunderte die gerade renovierte Kirche. Der Bischof der evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck war gekommen, um mit Gemeindepfarrerin Nora Dinges den Gottesdienst und das Abendmahl am zweiten Weihnachtsfeiertag zu feiern.

Lange haben die Asteröder gewartet, um ihr Schmuckstück in der Dorfmitte nutzen zu können. Dreieinhalb Jahre war die Gemeinde in das Dorfgemeinschaftshaus ausgewichen. Pünktlich zu Weihnachten wurde die Kirche wieder eröffnet. Pfarrerin Dinges freute sich, der Gemeinde zu Weihnachten ein weiteres Geschenk zu machen: den Besuch des Bischofs.

Für Dinges war es ein besonderer Augenblick. Während des Studiums besuchte sie unter Hein das Predigerseminar. Trotz Schneechaos ließ der es sich nicht nehmen, auch in einer kleinen Gemeinde vorbei zu kommen und deren Arbeit zu würdigen.

Die Renovierung der Kirche hatte sich hingezogen: Decke, Treppe, Dach, Böden, Orgel und Altar: alles musste instand gesetzt werden.

Am Sonntag hörte man zufriedenes Murmeln in den Reihen. „Ein wunderbar warmes Ambiente, licht, hell und strahlend.“ sagte Hein. Das Licht, das er in der Kirche fand, war auch das Hauptthema seiner Predigt. Das erste, was Gott geschaffen habe, sei das Licht gewesen. Er zitierte: „Am ersten Tag schuf Gott das Licht. Es werde Licht.“ Nicht umsonst sei Weihnachten das Fest der Lichter. „Ohne Licht ist auch kein Leben möglich.“

Den Bibelspruch „Ich bin das Licht der Welt“ sah Hein auch als Symbol für einen Neuanfang – auch der Beginn eines neuen Jahres sei ein solcher Neuanfang. Hein sprach auch über Besinnlichkeit, Ruhe und über die Muße, am zweiten Weihnachtsfeiertag, alles nach dem Trubel einmal sacken zu lassen.

Zum Schluss machte Pfarrerin Dinges der Gemeinde noch ein Geschenk, als sie mitteilte, dass die neuen Glocken im Februar geliefert würden.

Von Eva Trolp

Quelle: HNA

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