HNA-Redakteurinnen testeten Hypnose im Selbstversuch

Melsungen. Ist Hypnose Hokus Pokus für Show-Effekte oder eine ernsthafte Therapieform? Dieser Frage wollten wir in einem Selbstversuch nachgehen. Die neugegründete Hypnosepraxis von Erwin Wrede in Melsungen machte es möglich.

Mit dem Vorsatz, künftig auf Süßigkeiten zu verzichten, wollten sich die HNA-Redakteurinnen Barbara Kamisli und Judith Féaux de Lacroix in ihrem Unterbewusstsein einen Glaubenssatz verändern lassen. So drückte es der erfahrene Hypnotiseur Wrede aus.

Hypnose ist mächtig, das wird in den Vorgesprächen schnell klar. Wrede versteht sich als Therapeut - aber als einer, der die Symptome behandelt, nicht die Ursachen beseitigt. Das dürfen Hypnotiseure nicht, dafür sind sie nicht ausgebildet, diese Therapie bleibt Psychotherapeuten und Psychologen vorbehalten.

Aber Wrede behandelt Essstörungen, hilft bei der Rauchentwöhnung. Zu seinen Angeboten gehöre aber auch, Flugangst zu lindern und Kinder vom Bettnässen zu befreien. „Solche falschen Glaubenssätze, die Menschen einschränken, lassen sich im Unterbewusstsein verändern“, sagt Wrede.

Dabei sei Hypnose aber nur ein Handwerkszeug. Der Patient müsse sich sowohl darauf einlassen als auch aktiv mithelfen. Ohne diese Kooperationsbereitschaft ließe sich ein Mensch auch nicht hypnotisieren. Es sei auch nicht möglich, einem Menschen unter Hypnose Handlungen aufzuzwingen, die gegen seine moralischen und ethischen Grundsätze verstoßen.

Die Erfahrungen der Kolleginnen lesen Sie in der Samstagsausgabe der HNA Melsungen

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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