Konzert für Kinder in Not

Klavierschüler nehmen Publikum auf musikalische Weltreise mit

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Gaben Konzert für Kinder und Jugendliche in Not: Die Klavierschüler von Roswitha Aulenkamp (dritte von rechts) spielten am Samstagabend im Museum der Schwalm. Der Erlös des Kinder- und Jugendkonzerts geht an Kinder im Sudan.

Ziegenhain. Eine musikalische Reise durch die Jahrhunderte präsentierten die Klavierschüler von Roswitha Aulenkamp am Samstagabend im Museum der Schwalm in Ziegenhain.

Die jüngste Künstlerin, Isabell Kirschner, erfreute die rund 50 Gäste mit dem „Tanz der wilden Pferde“ und Emma Morneweg eröffnete die Vorweihnachtszeit mit „Lasst uns froh und munter sein“.

Das bekannte Stück „Elise“ von Ludwig van Beethoven entlockte Anna Held den Klaviertasten. Philipp Schmidt beeindruckte mit einem kraftvoll gespielten „Vivat Bacchus“ von Mozart. Überzeugend gelangen Christian Schmidt die für Edvard Grieg typischen Tonfolgen.

Locker aus der linken Hand spielte Richard Schmidt die Melodie „Für Eileen“. Mit einem Wechsel aus laut und leise gelang es Lina Klippert, dem bekannten Stück „Pour Adeline“ eine eigene Note zu verleihen. Eine Ahnung davon, was so alles in einer Nacht passieren könnte, vermittelte die Interpretation der „Mondscheinsonate“ von Beethoven, souverän von Noah Schröder vorgetragen.

Das erst vor drei Wochen neu gegründete „Ensemble international Casa Aulenkamp“ griff nicht in die Klaviertasten, sondern zu unterschiedlichen Trommeln und dem Effektinstrument Regenmacher und bot ungewohnte Rhythmen.

Ali Khan, Motasem Swaiden und Abdumalik Adem ließen die Zuhörer noch einmal aufhorchen. Isabell, Emma und Anna krabbelten unter den Flügel und unterstützen die Musiker aus Pakistan, Syrien und Äthiopien mit Trommelschlägen von unten gegen den großen Klangkörper.

Beitrag zur Integration

Unter dem Motto „Alle Menschen werden Brüder“ solle das neue Ensemble einen Beitrag zur Integration leisten, erklärte Roswitha Aulenkamp. Tenor Theodor Hoffmeyer geleitete die Gäste zwischen den einzelnen Musikbeiträgen mit einer kleinen Geschichte von Loshäuser Störchen auf dem Weg nach Afrika durch den Abend.

Mit der Moritat von Mackie Messer aus der „Dreigroschenoper“ zeigte Noah Schröder, dass er nicht nur Klavier spielen, sondern auch singen kann.

Das Konzert endete mit gleich drei Weihnachtsliedern, gesungen von Norma Fälber, die ebenso wie Noah Schröder in der Gesangsklasse von Theodor Hoffmeyer unterrichtet wird.

Mit viel Applaus bedankte sich das Publikum bei den jungen Künstlern. Zudem spendeten die Besucher auch noch etliche Geldscheine, denn die Kinderkonzertreihe „Kinder und Jugendliche spielen für Kinder in Not“ sammelte auch in diesem Jahr Spenden für Kinder im Sudan.

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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