Eine Gruppe aus Borken plant eine Viertagesfahrt bis zum Mont Blanc

Eine richtig knackige Tour

Ziel Mont Blanc: Auf der Fotomontage hat Borkens Jugendpflegerin Steffi Schulte den höchsten Berg Europas schon erreicht, tatsächlich wird es erst im Juni soweit sein. Foto/Montage: Dellit/dpa

Borken. Von Borken zum Mont Blanc, dem höchsten Berg Europas. Mit dem Rad, und zwar in vier Tagen; das hat sich eine Gruppe aus Borken unter der Leitung der Jugendpflegerin Steffi Schulte vorgenommen. Neben dem Spaß an der Fahrt setzen sich die Fahrer auch noch für behinderte Kinder ein.

Schulte hatte an einer Schule in Sontra einmal ein ähnliches Projekt organisiert, damals ging die Fahrt zur Zugspitze. Die Jugendpflegerin, selbst begeisterte Radfahrerin, wollte für Borken eine ähnliche Idee verwirklichen. Nun stehen die Pläne. Um die 40 Radfahrer zwischen 13 und 70 Jahren gehören zur Gruppe, weitere zehn könnten noch hinzukommen.

Gruppen lösen sich ab

Gefahren wird in Gruppen, die sich nach jeweils 50 Kilometern ablösen. Dann dürfen sie in den Bus umsteigen, und ein anderes Team übernimmt. Die Gesamtstrecke ist 920 Kilometer lang, besonders die Anfahrt auf Chamonix hat auch einige Steigungen aufzuweisen, sagt Schulte: „Das Ende ist recht knackig!“

Von der Fahrt soll der Verein Fortschritt Nordhessen profitieren, der sich um bewegungsbehinderte Kinder kümmert. Sie leiden unter cerebraler Bewegungsstörung, das bedeutet, dass die Muskeln dem Gehirn nicht mehr gehorchen, wie es der Verein formuliert.

Für diese Kinder möchte der Verein eine frühzeitige Förderung nach dem Petö-Prinzip sicherstellen. Die Organisatoren der Radtour Borken-Chamonix wollen nun Spender gewinnen, deren Geld an den Verein geht.

Denkbar sei es zum Beispiel, dass eine Firma einen bestimmten Radfahrer als Sponsor unterstützt oder symbolisch einen Streckenabschnitt kauft. Das eingenommene Geld geht an den Verein.

Die Stadt Borken plant einen Abschied für Sonntag, 19. Juni, 7 Uhr. Bürgermeister Bernd Heßler soll den Startschuss geben, Prominente sollen ein kleines oder größeres Stück des Weges mitradeln, so die Idee.

Wenn die Fahrer dann per Zahnradbahn auf dem Nid d’Aigle waren, den Blick auf den Mont Blanc genossen haben und wieder per Bus nach Borken gekommen sind, wird es einen Empfang geben.

Am Freitag, 24. Juni, soll die Rückkehr an der Stockelache gefeiert werden. Ab 11 Uhr gibt es dort Brunch, außerdem Musik, eine Tombola und eine Fahrradausstellung. • Kontakt: Steffi Schulte, Tel. 0 56 82/80 81 85. • Internetseite unter: www.wasserturmgipfelsturm. oyla.de

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

Kommentare