Gudensberg feierte mit schönen Geschichten und neuem Trommler

Gudensberg. Mit vielen Ständen, Zelten und liebevoll gestalteter Dekoration präsentierte sich Gudensberg am Sonntag beim 3. Märchenfest im Stadtpark. Für die Besucher bot die Veranstaltung eine Fülle an Unterhaltung.

Von Kinderschminken, Bastelaktionen, Märchenerzählern und Tanzeinlagen bis hin zur Aufführung des Märchens „Hänsel und Gretel“ mit der kleinen Oper Bravissimo war für jeden etwas dabei. Für Musik im Stile des Mittelalters sorgte die Gruppe Unvermeydbar und der Verein Vergessene Welten aus Fritzlar. Die Mittelalterfreunde promenierten in ihren zeitgenössischen Gewändern über das Veranstaltungsgelände und traten im Kampf mit Schwert und Schild gegen Besucher an.

Mit Waffen aus Kunststoff konnten sich Freizeit-Krieger mit den Hobby-Rittern messen. Die Organisatoren schickten alte und junge Gäste auf eine Rätsel-Rallye durch den Park. Die Teilnehmer mussten dabei Fragen zu den Märchen der Gebrüder Grimm und zur Stadt beantwortet. Die Gewinner erhielten zwei Mal zwei Karten für eine Gudensberger Kulturveranstaltung sowie zwei Mal zwei Karten für das Erlebnis-Museum für Sprache und Kommunikation Wortreich in Bad Hersfeld.

Trotz Hitze viele Besucher

„Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Fest vorzubereiten“, und trotz der Hitze sind viele Besucher gekommen, auch von auswärts“, sagte Elke Michel-Elbe vom Kulturbüro der Stadt.

Es sei besonders schön gewesen zu beobachten, wie viel Freude die Familien den ganzen Tag über hatten. Märchen seien eben nicht nur etwas für Kinder, sondern auch Erwachsene hätten Spaß, wenn sie zum Beispiel den Bremer Stadtmusikanten, dem Gudensberger Schmeckefuchs, dem Dornröschen und dem Trommler begegnen.

„Ich fühle mich geehrt, die Stadt auf diese Weise vertreten zu können.“

Trommler Gordon Dumeier

Das Gudensberger Märchenfest war eine gute Gelegenheit für den neuen Trommler, sich vorzustellen. Gordon Dumeier ist die neue Märchenfigur der Stadt. Das eher unbekannte Märchen der Brüder Grimm „Der Trommler“ steht symbolisch für Gudensberg. Darin geht es um einen jungen Mann, der mithilfe seiner Trommel, eines Wunschrings und einem Riesen eine Königstochter rettet.

Dumeier und seine Prinzessin Anika Kuhl waren bereits beim Hessentag in Kassel in den Rollen ihrer fiktiven Vorbilder dabei.

Zum Märchenfest trat der neue Trommler nun offiziell in die Fußstapfen seines Vorgängers Gerhard Klaffke. „Ich fühle mich geehrt, die Stadt auf diese Weise vertreten zu können“, sagte er.

Das Märchen hat er bereits verinnerlicht. In der nächsten Zeit hat er sich zur Aufgabe gemacht, noch mehr in die Rolle des Trommlers hineinzuwachsen.

Neben dieser Figur sucht die Stadt Gudensberg noch nach weiteren Personen, die in die Rolle von Märchenfiguren schlüpfen möchten, um sich bei Veranstaltungen oder eventuell auch Stadtführungen im historischen Gewand zu zeigen. Interessierte können sich im Kulturbüro im Rathaus melden. (zen)

Quelle: HNA

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