Heinz-Werner Löwer wurde Weltmeister mit der Feldarmbrust

Eine stille alte Waffe

Ehrung im Kreise des Vereins: Von links Kreisschützenmeister Michael Gossmann, 1. Beigeordneter Wolfgang Nelke, Weltmeister Heinz-Werner Löwer aus Wabern und Uwe Bolz vom Schützenverein.

Wabern. Die Armbrust ist eine leise Waffe. Ebenso still und nahezu unbemerkt fand die Weltmeisterschaft im Armbrustschießen in Frankfurt am Main statt. Mit herausragendem Ergebnis für den Waberner Heinz-Werner Löwer: Er wurde Weltmeister. Mit der Feldarmbrust.

Verschiedene Disziplinen dieser uralten Sportart mussten bei den Meisterschaften bewältigt werden. Dazu zählte auch die Feldarmbrust, die waffe des Waberners. 18 Nationen kämpften im Wettstreit miteinander. Frankreich kam auf den zweiten Platz, Finnland auf den dritten.

„Finanzielles Loch“

Im Gegensatz zu anderen Sportarten erhielten die Athleten neben Medaille und Blumenstrauß nichts. Trocken kommentierte Heinz-Werner Löwer: „Es gab die Ehre und ein finanzielles Loch.“

Doch für einen Idealisten existiert nur das spannende Kräftemessen mit Gleichgesinnten. Die Waffen werden mit exzellentem Fachwissen nach millimetergenauen Angaben selbst hergestellt. Der Weltmeister ist seit 1964 Mitglied im Kleinkaliber-Schützenverein Wabern.

Dort gab es nun eine Feierstunde mit Ansprachen vom Kreisschützenmeister Michael Gossmann, dem 2. Vorsitzenden Uwe Bolz und dem Vertreter der Gemeinde Wabern, Wolfgang Nelke.

Alle sprachen von der Hoffnung auf eine Signalwirkung für den Nachwuchs im Verein. Symbolträchtig hat hinter dem Schützenhaus eine Storchenfamilie ihr Nest gebaut. Friedlicher kann es nicht zugehen.

Von Michael Meinicke

Quelle: HNA

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