Claudia Brandau ist neue Frauenbeauftragte

Claudia Brandau hat sich für einen Wechsel entschieden. Sie ist jetzt neben Trudi Michelsen neue Kreisfrauenbeauftragte des Landkreises.

Homberg. Seit Anfang des Monats ist Claudia Brandau, ehemalige HNA-Redakteurin, neue Mitarbeiterin im Frauenbüro des Schwalm-Eder-Kreises. Jetzt sitzt Brandau auf der anderen Seite des Tisches. Jetzt werden ihr die Fragen von Journalisten gestellt.

Was fragt man eine Frau, die in den vergangenen zehn Jahren in Homberg und Umgebung die Fragen gestellt hat, die die Menschen interessierte? Die ihre Finger in die offenen Wunden der Kommunalpolitik legte hat und ein Gespür für Geschichten mit Tiefgang hatte?

Claudia Brandau hat sich entschlossen, etwas zu wagen und sich neu zu erfinden. Zusammen mit der Frauenbeauftragten Trudi Michelsen wird sie künftig für die Belange der Frauen im Kreis eintreten. „In einer Zeit, in der Veränderungen und Flexibilität täglich Thema sind, habe ich mit viel Mut noch einmal von vorn angefangen“, sagt sie.

Doch nicht von ganz vorne. Claudia Brandau ist gut vernetzt und hat bereits in ihrer Zeit bei der HNA über Jahre mit den Menschen Kontakt gehabt, für deren Anliegen sie sich jetzt mit ganzer Kraft einsetzt. Das Frauenhaus, das Frauenbüro und viele ehrenamtliche Gruppen sind da nur einige Beispiele. „Ich arbeite weiterhin in dem Landkreis, der mein Zuhause ist“, sagt Brandau. Der Schwalm-Eder-Kreis sei ihre Heimat und mit der Region fühle sie sich stark verbunden.

Nach ihrem Germanistik-Studium – unter anderem in Frankfurt – kam Claudia Brandau, die in Harle aufgewachsen ist, der Liebe wegen zurück nach Homberg. Und das nicht nur wegen ihrer Zuneigung zur Kreisstadt. „Ich hatte mich in einen Homberger verliebt“, sagt sie. Denn der junge Mann von damals ist seit 14 Jahren ihr Ehemann. Mit Manfred Hess lebt sie in Homberg. HNA-Leser kennen auch ihn – als den Gatten aus der Tagebuch-Kolumne.

Sich für Menschen stark machen, ihre Meinung vertreten und dennoch diplomatisch sein, das sind Dinge, die Claudia Brandau auch als Redakteurin täglich unter Beweis gestellt hat. „Ich werde auch weiterhin Position beziehen“, sagt die 47-Jährige.

Derzeit gehe es für sie darum, die Menschen in der Kreisverwaltung kennenzulernen – nicht nur die Frauen. „Es sind immerhin 1200 Mitarbeiter“, sagt sie.

Auch in der aktuellen Diskussion um die Frauenquote hat die neue Frauenbeauftragte des Kreises eine eindeutige Position: „Frauenförderung passiert nur, wenn die Frauenquote eingeführt wird“, sagt sie. „Nur mit einer Quote per Gesetz werden künftig auch mehr Frauen in den Chefetagen zu finden sein.“ Klingt ganz danach, als sei sie schon mittendrin in ihrem neuen Job. Eine 25-Stunden-Stelle, für die ehemalige Vollzeit-Redakteurin bedeutet das mehr Freizeit. Langweilig werde ihr nicht: „Ich will Posaune lernen und mich mehr um meine Familie und meine Freunde kümmern.“ Dazu gehören auch viele ihrer ehemaligen HNA-Kollegen. Die vermisst sie – keine Frage. (red)

Quelle: HNA

Kommentare