Mit hydraulischem Gerät

Feuerwehr übt im Opel-Werk: Eine Unfallrettung ganz real

Im Werk im Einsatz: Feuerwehrleute aus Zella, Röllshausen und Steina übten im Opel-Werk in Rüsselsheim. Foto: privat/nh

Zella. Die Brandschützer aus Zella mit zwei Feuerwehrleuten aus der Feuerwehr Röllshausen und einem Feuerwehrmann aus Steina machten sich kürzlich auf den Weg nach Rüsselsheim. Ziel war das Adam Opel Werk – speziell die Werkfeuerwehr. Auf dem Dienstplan stand die sogenannte Technische Hilfe an Neufahrzeugen.

Die Teilnehmer erhielten in einem zunächst theoretischen Teil einen Einblick in das Thema alternative Antriebe, Rettungsdatenblätter und insbesondere die Vorgehensweise zur Rettung von Personen aus verunfallten Fahrzeugen. Da die Fahrzeuge in der heutigen Zeit immer sicherer werden und die verwendeten Materialien fester sind, müssen sich die Retter auch auf solche Situationen vorbereiten.

Nach dem theoretischen Block ging es direkt in den praktischen Teil über. Es wartete ein Opel Insigina Sports Tourer, der als Übungsobjekt diente. Das Fahrzeug ist ein sogenanntes „Null Serien Modell“. Diese werden nach Testversuchen verschiedenster Art ausgesondert und kommen normalerweise in den Schrott.

Die Adam Opel AG stellt die Fahrzeuge für die kostenlosem Seminare für Freiwillige Feuerwehren, Werkfeuerwehren und Berufsfeuerwehren aus dem gesamten Bundesgebiet zur Verfügung um die technische Unfallrettung so real wie möglich zu trainieren. Durch den Instruktor wurden den Feuerwehrleuten Tricks und Hinweise im Umgang mit hydraulischem Rettungsgerät an solchen Neufahrzeugen gezeigt, welche sich sehr leicht im Ernstfall anwenden lassen. Das gesamte Fahrzeug konnte im Rahmen des Seminars komplett zerlegt werden und verschiedenste Lösungsmöglichkeiten ausprobiert werden. Als Fazit des Seminars stellten die Schwälmer Feuerwehrleute einheitlich fest: Die modernen Fahrzeuge sind für die Feuerwehr eine immer größer werdende Herausforderung, dem sich auch die Hersteller von hydraulischen Rettungsgeräten anpassen müssen. Früher war es für die Feuerwehr leichter und die Zeit kürzer, eine Person aus einem Fahrzeug zu befreien, jedoch im Gegenzug agieren die Automobilhersteller, dass die Sicherheit in den hochmodernen Karossen durch zahlreiche Helferlein und Assistenzsysteme immer höher wird.

„Durch ein ständiges Training, welches so real wie möglich durchgeführt wird sind wir stets gut vorbereitet“, erklärten die Feuerwehrleute.

Die Kameraden aus der Schwalm wurden von der Feuerwehr Nauheim mit einem Löschfahrzeug und technischem Rettungsgerät unterstützt, hierfür ein großes Danke an die Führung der Feuerwehr Nauheim, welche es möglich gemacht hat.

Nach einem gemeinsamen Essen traten die Schwälmer die Heimreise an und konnten frisch versorgt mit den neuesten Erkenntnissen den Tag Revue passieren lassen. (syg)

Quelle: HNA

Kommentare