Am Girls’ und Boys’ Day halfen Schüler im Werk von Merkel Freudenberg in Treysa

Einen Tag mit anpacken

Arbeiten an der CNC-Maschine: Fabienne Diebel und Melina Nuhn (von links) halfen bei der Materialbeschaffung und maßen die frisch produzierten Dichtungen aus. Foto: Vorrath

Schwalmstadt. Von Weitem sieht es aus wie ein Blech Kekse mitten in einem Baumarkt: Doch was da auf dem Blech liegt, sind Dichtungsgummis. Die Halle mit Maschinen und hohen Regalen gehört auch nicht zu einem Baumarkt, sondern ist Teil der Firma Merkel Freudenberg in Schwalmstadt. Das Unternehmen ließ beim Girls’- und Boys’ Day am Donnerstag Schüler in Produktion und Labor mitanpacken.

Sechs Mädchen und sieben Jungen aus den umliegenden Schulen waren in das Werk für Gummidichtungen in der Ascheröder Straße gekommen.

Schüler produzierten Kämme

Von der Arbeit an den Maschinen in der lauten Werkshalle waren sie begeistert. „Es ist super, dass man ganz genau sehen kann, wie Dinge aus Plastik hergestellt werden“, erzählte Tim Hangen. Ann-Christin Beniak hatte eine Überraschung für die jungen Besucher: „Die Schüler dürfen bunte Kämme produzieren.“ Diese gehören eigentlich nicht zur Produktionspalette der Firma, erklärte die Auszubildende. Sie war die Betreuerin der Schüler für den Tag. Mit zwei Kollegen hatte sie seit Januar mehrere Stationen ausgearbeitet.

Im Labor durften Daniel Bagdan, Michael Hieber und Aaron Asbök die Dichte von Gummitalern messen. Obwohl ihnen die Arbeit im Labor gefiel, sieht ihr Traumjob anders aus. „Ich möchte Pilot werden“, plant Daniel Bagdan.

Für eilige Aufträge gibt es eine Abteilung mit CNC-Drehmaschinen. Dort werden aus Kunststoffrollen filigrane Dichtungen gemacht. Melina Nuhn und Fabienne Diebel halfen bei Materialbeschaffung und dem Vermessen der Dichtungen. „Die Arbeit wurde toll erklärt“, fand Melina Nuhn. Sie selbst wolle aber später nicht handwerklich arbeiten. „Außerdem ist es sehr laut hier.“

In der Musterfreigabe freuten sich Leonie Neubert und Louisa Schmidt über ihre Aufgabe: „Wir messen einen Ohrring aus.“ Da müsse man schon genau hingucken. Mit Hilfe einer Zeichnung mussten die beiden überprüfen, ob der Ohrring den Vorgaben entspricht. Das sei in etwa die Arbeit der Abteilung, erklärte Mitarbeiter Jörg Beuth. Dort werde geprüft, ob die gefertigten Teile den Vorgaben des Kunden entsprechen.

Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

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