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Schülervertretung der Spangenberger Burgsitzschule hat noch viel vor

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Demokratie ist ein wichtiges Fach: Die Schülervertretung an der Spangenberger Burgsitzschule setzt sich für eine starke Schülerbeteiligung ein. Verbindungslehrerin Verena Reichmann, Moritz Kullmann, Julia Becker, Jan Katerkamp, Natalie Czyganowsky und David Hillwig von links vor der Burgsitzschule Spangenberg.

Spangenberg. Wer an der Burgsitzschule ein Problem hat, muss nicht lange darüber nachdenken, an wen er sich damit wenden kann: Die Schülervertretung (SV) der Gesamtschule hat ein offenes Ohr für Wünsche, Ideen, Bedürfnisse der Jugendlichen.

Ob es dabei um die Anschaffung eines Kaffeeautomaten oder aber um das Handyverbot geht, das an der Burgsitzschule herrscht. Damit der Unterricht störungsfrei und die Pausen so gesprächig wie möglich verlaufen - Gespräche im Sinne von Nicht-Telefonieren oder Mailen - sind laut Schulordnung Mobiltelefone am Burgsitzgelände tabu. Wer beim Telefonieren erwischt wird, muss das Handy im Sekretariat abgeben.

„Viele Schüler halten diese Regel für völlig veraltet“, sagt Natalie Czyganowsky. Die 15-Jährige engagiert sich in der SV, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt und zusammen mit Lehrern und Eltern in der Arbeitsgruppe vertreten ist, die sich mit einer neuen Schulordnung befasst.

Wie weit der Einfluss der SV reicht, was sie bewegen kann, das war auch Thema eines Workshops, an dem 20 Jugendliche teilnahmen. Eine Erkenntnis daraus ist, dass die Schülervertretung Gesicht zeigen will. Deshalb sind die Sitzungen öffentlich, deshalb gehen die Mitglieder der SV in die Klassen, um zu horchen, wo denn der Schuh drückt. „Die SV wirkt wie ein Adapter, sie ist eine direkte Verbindung zu Lehrern und Schulleitung“, sagt Verbindungslehrerin Verena Reichmann. Sie weiß das Engagement der Schüler zu würdigen. Die SV, sagt sie, sei ein wichtiges Forum im Schulleben. Eines, bei denen die Schüler lernten, Impulse zu geben, Ideen zu diskutieren und Entscheidungen zu treffen. „Die Jugendlichen lernen viel in Sachen Kommunikation - das ist nicht nur wichtig für spätere Bewerbungen wichtig, sondern auch fürs Demokratieverständnis.“

Um Lezteres drehte sich auch der Workshop, an dem 20 Schüler teilnahmen und der damit voll belegt war. Er fand als Teil des Projekts „Gewaltprävention und Demokratie lernen“ statt.

Für Verena Reichmann führt das alles zu einem Ziel: Das Interesse der Schüler am Mitmachen und -mischen wecken. Die SV, sagt sie, ist eine richtig gute Gelegenheit dazu.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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