Er hat einen genauen Plan: Borkener Wahlleiter über seinen Job

Bei ihm stapeln sich die Kisten mit den Listen: Frank Schröder, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes Borken, hat bei Wahlen alle Hände voll zu tun. Er ist Wahlleiter – und trägt damit die Verantwortung für den vorschriftsmäßigen Ablauf. Foto:  Brandau

Borken. Am 6. März werden die neuen Kommunalparlamente gewählt. Wir stellen in einer Artikelserie beispielhaft Menschen vor, die sich in ihrer Funktion mit der Wahl beschäftigen. Heute: Wahlleiter Frank Schröder.

Frank Schröder hat den Fahrplan genau im Kopf. Dabei arbeitet der Borkener nicht bei der Bundesbahn, sondern bei der Stadt Borken. Schröder ist Wahlleiter - und muss im Vorfeld der Kommunalwahl am 6. März dutzende von Fristen, Vorgaben und Terminen im Blick haben. Wenn er nur eine vergisst, ist der Fahrplan nicht nur hin - sondern die Wahl vielleicht sogar ungültig.

Schröder trägt die Verantwortung inzwischen mit der Gelassenheit dessen, der bereits Routine in dem hat, was er tut. „Es gibt kaum ein Jahr ohne Wahlen“, sagt Schröder. Im vorigen Jahr stand in Borken die Bürgermeisterwahl an, zudem wurde im Schwalm-Eder-Kreis der Landrat neu gewählt.

In diesem März steht die Kommunalwahl auf dem Programm, im Herbst 2017 steht die Bundestagswahl, 2018 die Landtagswahl an. Doch gleich, um welche Wahl es sich handelt, vom Wahlleiter werde immer vor allem eines verlangt: Sorgfalt.

„Es gibt kaum ein Jahr ohne Wahlen.“

Die Fristen sind vorgegeben, da gibt es keinen Ermessensspielraum, sagt Schröder. Sie gelten von der ersten Aufforderung zum Einreichen von Wahlvorschläge über die Abgabe von Bewerber- und Unterschriftenlisten bis hin zu Zustimmungserklärungen. Das alles zieht sich: Die Vorarbeiten der Kommunalwahl laufen seit Spätsommer.

Bei der Kommunalwahl im März ist das Zeitfenster, in dem all die Fristen eingehalten werden müssen, recht klein.

So mussten die Parteien bis zum 69. Tag vor der Wahl ihre Vorschläge einreichen, der Wahlausschuss am 58. Tag vor der Wahl tagen. Dieser 58. Tag lag aber noch mitten in den Weihnachtsferien. Doch es half alles nichts, am gesetzlichen Fahrplan gab es nichts zu rütteln, die Ausschussmitglieder mussten zusammenkommen, Ferien hin oder her.

Und auch jetzt gab und gibt es noch genug zu tun. Im Vorfeld mussten die Wahlvorschläge geprüft, die Wahl- und Auszählungswahlvorstände in Stadt und Stadtteilen gebildet, die Stimmzettel gedruckt, die Wahlbenachrichtigungen verschickt, die Briefwahl organisiert werden.

All das muss der Wahlleiter im Blick haben, all das muss sein Team erledigen. Darauf legt Schröder Wert: zu betonen, dass er all diese Arbeiten nicht etwa allein, sondern mit seinem Team leistet. „Das kann keiner alleine schaffen, das ist unmöglich.“

Seit Rosenmontag herrscht im Rathaus Borken Urlaubssperre, jeder Mitarbeiter wird gebraucht.

Quelle: HNA

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