Der Tenor Manfred Bettenhäuser sang Lieder aus der guten, alten Ufa-Zeit

Einer, der Herzen bricht

Frack, Zylinder, Ufa-Filme: Manfred Bettenhäuser begeisterte seine Zuhörerschaft mit unvergessenen Liedern aus den 20er und 30er Jahren im Gudensberger Bürgersaal. Foto: Först

Gudensberg. Seine Arbeitskluft sind Frack und Zylinder, sein Handwerkszeug ist seine Stimme. Und mit ihr verzauberte der Tenor Manfred Bettenhäuser am Sonntag seine Zuhörerschaft im Saal des Gudensberger Bürgerhauses.

„Man müsst Klavier spielen können“, lautete die Überschrift des Konzertes, das mit Liedern aus den 20er und 30er Jahren die UFA-Zeit mit all ihren großen Stars heraufbeschwor. Wie den unvergessenen Heinz Rühmann mit seinem kecken Versprechen: „Ich brech die Herzen der stolzesten Frauen” und den raubeinigen Charmeur Hans Albers, der einst der Rosmarie mit „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern…“ die Angst wegträllerte.

Ein guter Freund

Wie wichtig ein „Freund, ein guter Freund” ist, das hatten ja schon die Drei von der Tankstelle gewusst. Und den guten, alten Johannes Heesters, ihn kann man heute noch fragen, ob er denn die Wahrheit sagte, als er sang „Ich brauche keine Millionen.” Darüber, dass man Klavier spielen können müsste, brauchte sich Gunther Fuhr übrigens keine Gedanken machen. Er beglückte mit virtuos gesetzten Klängen aus dem Gudensberger Flügel nicht nur die Frauen im Saale.

Es war ein Nachmittag des nostalgischen Schwelgens, der mit „Goodbye Jonny” und innigen Grüßen an den Liebling mitten ins Herz traf.

Der Tenor Manfred Bettenhäuser kennt sich aus in der Welt des Gesangs und der Muse. Er ist seit mehr als 15 Jahren als professioneller Sänger tätig. Seine Engagements führten ihn unter anderen ans Staatstheater in Kassel, zu den Bayreuther Festspielen und an die Oper in Köln. Außerdem gab er zahlreiche Gastspiele wie zum Beispiel in Berlin und Luzern. (zrf)

Von Rosemarie Först

Quelle: HNA

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