Mit Hochdruck arbeiten die Handwerker im Nägel – Eichendielen und grauer Loden

Einfach gut soll’s werden

„das Nägel“, mit Nägeln in Holz geschrieben: Eine witzige Deko-Idee fürs Restaurant. Die neuen Pächter des Hauses am Fritzlarer Marktplatz, Astrid und Josef Krammer, haben die Räume in dem alten Gebäude mit klassisch-modernem Mobiliar eingerichtet. Am 1. Mai ist Eröffnung. Foto: Lange-Michael

Fritzlar. Immer wieder stecken Passanten neugierig ihren Kopf in die offene Türe zum Gastraum des Nägel am Fritzlarer Marktplatz: Wie es wohl aussehen wird? Die Neugier oder, vornehmer ausgedrückt, das Interesse an dem Restaurant, das einen zwölfjährigen Leerstand beenden wird, ist riesig.

Aber groß sind damit auch die Erwartungen. Das wissen Küchenchef und Pächter Josef Krammer und seine Frau Astrid, Hotelfachfrau und gebürtige Borkenerin, inzwischen auch. Doch sie gehen gelassen mit dem Druck um, der so kurz vor der Eröffnung von selbst entsteht. Sie sind ihn schließlich gewohnt.

Jahrelang schon leiteten sie gemeinsam ein Restaurant im österreichischen Kössen, da durfte man auch nichts anbrennen lassen. Jetzt hoffen sie auf den Erfolg ihres Konzeptes im nordhessischen Fritzlar.

„Das Nägel soll ein gemütlicher Treffpunkt werden, wir wollen Spaß miteinander haben“, sagt Astrid Krammer. Und nimmt allen, die elegante Luxus-Gastronomie zu Höchstpreisen am Marktplatz befürchteten, die Ängste.

Ihr Mann Josef bekräftigt die Aussage: Er, der bereits eine Haube des französischen Restaurantführers Gault Millau erkochte, setzt mit seiner Karte auf unkomplizierte internationale Küche mit leichten österreichischen Einflüssen. Qualität will er liefern, mit regionalen Produkten arbeiten – und preiswert soll es außerdem sein.

Neben dem Restaurant gibt es das Bistro, die Kneipe im herkömmlichen Sinn: Auf ein Glas Bier oder Wein, auf einen Kaffee ist jeder willkommen dort, der mal ein wenig plaudern möchte. Schließlich wird täglich ab 9 Uhr geöffnet sein, auch frühstücken wird man dort können.

„Wir wollen Spaß miteinander haben.“

Astrid Krammer

Acht Mitarbeiter wurden inzwischen eingestellt, vier im Service, vier in der Küche: „Die brauchen wir, wir haben schließlich täglich viele Stunden geöffnet“, sagt Astrid Krammer. Qualifiziertes Personal zu bekommen sei überhaupt kein Problem gewesen, betont sie.

Für die Gestaltung des Gastraums zeichnen auch die Krammers verantwortlich. Sie setzen auch hochwertiges Mobiliar und langlebige Materialien: massive Eichendielen als Fußboden, grauer Loden aus der Steiermark als Bezugsstoff der Sitzelemente.

Übrigens: Die Holzterrasse, über die heftig in Fritzlar diskutiert wurde, steht nur von Mai bis Oktober. Dann wird sie abgebaut und während der Wintermonate für die nächste Saison eingelagert.

• „das Nägel“, Eröffnung am 1. Mai, 10 Uhr, danach täglich von 9 bis 24 Uhr, kein Ruhetag.

Quelle: HNA

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