Kammerkonzert in der Kulturhalle überzeugte das Publikum

Einfühlsam und feurig

Begeisterten ihr Publikum: Fumiko Shiraga, Dana Anka und Nikolaus Trieb. Foto: Privat/nh

Bad Zwesten. Einen Beethoven-Abend zu gestalten ist keine leichte Aufgabe. Die drei Künstler dieses Abends, Fumiko Shiraga (Klavier), Dana Anka (Violine) und Nikolaus Trieb (Violoncello), wählten ein gemischtes Programm: Im ersten Teil die Cellosonaten in g-Moll op. 5 Nr. 2 und in A-Dur op. 69 und nach der Pause das Klaviertrio in c-Moll op. 1 Nr. 3.

Die g-Moll Sonate, ein frühes, den Sturm und Drang beschreibendes Werk, interpretierten Fumiko Shiraga und Nikolaus Trieb temperamentvoll, voller Elan und Lebensfreude.

In der A-Dur-Sonate, ein Werk aus der mittleren Schaffensperiode des Komponisten, war die langjährige Bühnenerfahrung der beiden Interpreten sehr leicht zu erkennen. Besonders hervorzuheben sind die herrlichen beseelten Pianissimi des Cellisten, selbst an den leisesten Stellen noch klar und voller Spannung.

Die Triobesetzung mit Dana Anka als ebenbürtige Partnerin war ein lebendiges Beispiel für musikalische Kompatibilität. Nahtlos setzte sich die Kommunikation aus dem ersten Teil fort, sich gegenseitig inspirierend und anfeuernd. Fumiko Shiragas wunderbar leichtes, perlendes und einfühlsames, nie die Streicher überdeckendes Spiel machen sie zur idealen Kammermusikpartnerin. Das sehr dunkle, gleichwohl dramatische Klaviertrio kulminierte in einem sehr farbigen Variationssatz und endete nach einem virtuosen Finale leise verklingend.

Karl W. Losekamp

Quelle: HNA

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