CDU-Kreisverband hatte zur Jubiläums-Einheitsfeier am 3. Oktober eingeladen

„Einheit ist ein Erfolgsmodell“

Tag der deutschen Einheit: Auch dank des gleichzeitigen Herbstmarktes lauschten viele Zuhörer den Worten der Redner, hier Mark Weinmeister. Foto: ula

Schwalm-Eder. Es gibt keinen Grund für Pessimismus in Deutschland, schon gar nicht im 20. Jahr nach der Wiedervereinigung. Da waren sich die Redner bei der Jubiläums-Einheitsfeier des CDU-Kreisverbandes Schwalm-Eder auf dem Fritzlarer Marktplatz am Sonntag einig.

Ob Staatssekretär Mark Weinmeister, Kreisvorsitzender Bernd Siebert oder der Gast aus Thüringen, Staatsminister a.D. Andreas Trautvetter – alle verwiesen sie auf die erstaunlichen Erfolge nach zwei Jahrzehnten politischer Einheit.

„Keiner hätte vor 1989 an eine solche Möglichkeit geglaubt“, war sich auch Fritzlars Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange sicher. Er hatte ein paar interessante Zahlen parat, die belegen, was sich in den 20 Jahren seit der offiziellen Einheit Deutschlands alles zum Besseren gewendet hat: Damals habe es im Osten einen bankrotten Staat gegeben, in dem die Menschen unterdrückt wurden; 60 Prozent des Straßennetzes waren marode, es gab elf Fernsprechanschlüsse je 100 Einwohner, in 1000 Gemeinden war das Trinkwasser belastet, das Schienennetz veraltet.

„Wir haben allen Grund, das Erreichte zu feiern“, betonte Lange. Trautvetter, der aus dem thüringischen Schmalkalden/Meiningen kommt, wies darauf hin, dass es auch mutiger politischer Entscheidungen bedurfte, um die Einheit Deutschlands zu verwirklichen.

Er erinnerte an die Hilfe, die aus Nordhessen für Thüringen geleistet wurde und betonte: „Wir müssen nicht nach den Misserfolgen suchen, sondern erkennen, dass 95 Prozent der Aufgaben gelungen sind.“ Heute gebe es noch viele gemeinsame Probleme, die man auch gemeinsam lösen müsse. (ula)

Quelle: HNA

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