Einkaufszentrum Wieragrund

Einkaufszentrum Wieragrund: Widersprüche gegen Baugenehmigung

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Veränderte Ansicht: Der Zugang zum Einkaufszentrum von der Bahnhofstraße aus.

Schwalmstadt. Baustelle, Planungen, juristische Scharmützel - in Sachen Einkaufszentrum Wieragrund in Treysa bleibt alles wie es ist. „Wir könnten jederzeit loslegen“, erklärte Thomas Vockeroth am Freitag bei einem Gespräch im Schwalmstädter Rathaus.

Aktuell sehen die Investoren allerdings das Projekt durch schwebende Widerspruchsverfahren gegen die seit Februar vorliegende Baugenehmigung blockiert.

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Außergerichtliche Möglichkeiten bestehen jetzt offensichtlich nicht mehr. Denn sechs Anlieger hätten Einwände gegen das genehmigte Bauvorhaben vorgebracht, einen fristgerechten Anhörungstermin allerdings platzen lassen, stellte Vockeroth klar. Den Investoren fehle damit jede inhaltliche Begründung.

An einen Ausstieg aus dem Projekt denkt Vockeroth auch trotz der weiteren Verzögerung nicht: „Wir sind vollkommen entspannt, finanziell drückt uns das nicht.“

Insgesamt habe sich an der Grundkonzeption für das Einkaufszentrum nichts verändert, sagte Vockeroth. Geplant ist das Zentrum mit drei Eingängen. Eine Passage soll Bahnhofstraße und Hexengäßchen mit dem Einkaufszentrum verbinden.

Thomas Vockeroth

Der Haupteingang soll sich zur Wiera hin orientieren. Zur Wieragrundstraße hin soll ein Parkdeck 240 Fahrzeugen Platz bieten, 162 weitere Parkplätze vor dem Haupteingang. Bis auf den Elektromarkt seien vorgesehenen Mieter wie zum Beispiel C&A und Rewe weiterhin im Boot, stellte Vockeroth klar. Sie könnten sich auf knapp 12 000 Quadratmeter Verkaufsfläche mit einem Drogeriemarkt und mehreren weiteren kleineren Läden und einem Gastronomiebetrieb verteilen. Insgesamt gehen die Investoren von zehn bis 14 Monaten Bauzeit aus.

Aktuell ordnen, basierend auf dem Städtebaulichen Vertrag, die Stadt und die Einkaufszentrum-Wieragrund-Gesellschaft Grundstücksverhältnisse neu. Bürgermeister Dr. Gerald Näser hofft, dass im aktuellen Verfahren die Stadt vermittelnd tätig werden kann.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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