Ausstellung zur Ziegenhainer Salatkirmes zeigt Stücke aus dem Museumsbestand

Einmal quer durchs Haus

Eröffnung: Konrad Nachtwey (3. v. rechts), Bürgermeister Dr. Gerald Näser (rechts) und Mitglieder des Kirmesausschusses freuten sich auf einen Rundgang durch die Ausstellung. Foto: Rose

Ziegenhain. Im Museum der Schwalm in Ziegenhain war am Donnerstag der Name Programm: „Querbeet“ ist der Titel der aktuellen Ausstellung anlässlich der 286. Ziegenhainer Salatkirmes. Buchstäblich quer durchs Beet beziehungsweise durch den Bestand des Museums hatten sich Leiter Konrad Nachtwey und seine Mitarbeiter in den vergangenen Wochen bewegt, um den Besuchern zur Kirmes eine überraschende und kleine, aber feine Schau zu präsentieren.

Zu sehen sind unter anderem Werke des Berliner Künstlers Jürgen Tenz. „Wir hatten als Berliner sofort einen Draht und als er hier im Haus war, hat er uns drei Gemälde geschenkt“, erzählte Nachtwey. Anzusiedeln seien sie im Neo-Expressionismus. Brandneu im Bestand des Museums sind auch Exponate aus dem Nachlass von Heinrich Kranz, dem Mitautor der Gedichtbände „Kreizschwerneng, Spaß muß seng“ (wir berichteten). Im Nachlass befanden sich auch Schulheftchen mit Geschichten, handschriftlich in Sütterlin verfasst. Dennis Möller habe einen befreundeten Lehrer gefunden, der eine Geschichten übersetzt habe, sagte Nachtwey. Und so hatten die Zuhörer beim Vorlesen der Episode sogleich ein Schmunzeln im Gesicht. An der technischen Umsetzung der Ausstellung war maßgeblich Ken Lehn beteiligt, Elisabeth Stübing hatte als Expertin für Weißstickerei Vitrinen mit wertvollen Handarbeiten bestückt. Das Trachtenarrangement „Sommerausflug“ stellte Regina Bätz-Eiffert zusammen: Es zeigt eine junge Mutter – zu erkennen an den grünen Trachtenteilen – die einen Kinderwagen schiebt. Das Kind trägt eine Tretzerkappe, deren grüne „Erbsen“ das Kind als weiblich identifizieren.

Einblick gibt es auch in das Schusterhandwerk von Einst: Schusterkugeln konzentrierten das Licht am Ort des Geschehens. • Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 13. Juli.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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