Jugendfeuerwehr absolvierten 24 Stunden-Übung unter realen Bedingungen

Im Einsatz für einen Tag

Gaben ihr Bestes: Die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Schrecksbach arbeiteten während der 24- Stunden-Übung auch an einem Unfallwagen (links), an dem sie das Aufschneiden eines Fahrzeugs üben konnten. Foto: privat

Schrecksbach. 18 Jugendliche beteiligten sich jüngst bei der dritten 24 Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr Schrecksbach. Angesetzt war die Übung für die jungen Brandschützer am vergangenen Wochenende, ab Samstagmittag bezogen die die jungen Leute ihr Quartier bei der Feuerwehr.

Laut Pressemitteilung werden die so genannten 24 Stunden-Übungen alle zwei Jahre anberaumt und dienen dazu, den Jugendlichen den Feuerwehralltag näher zu bringen, um den Nachwuchs mit Hilfe von gestellten Situationen und Unfällen mit den reellen Einsatzbedingungen im Alltag bekannt zu machen.

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr bekamen eine kurze Einweisung zum Ablauf der nächsten 24 Stunden, unter anderem zu den Themen Eigensicherung, Sicherheit im Einsatz und Verhalten an der Einsatzstelle. Anschließend wurden zwei Einsatzgruppen mit je neun Leuten gebildet.

Nach den verschiedenen Einsätzen (siehe Hintergrund), die zum Teil von den einzelnen Gruppen oder gemeinsam absolviert wurden, war kurz nach Mitternacht gegen 0.30 Uhr erst einmal Schluss, so dass die jungen Leute sich zur Nachtruhe begeben konnten. Morgens um 7 Uhr war die Nacht vorbei. Laut Pressemitteilung formierten sich die Jugendfeuerwehr-Mitglieder, um bei aufgehender Sonne eine Runde gemeinsam zu joggen. Nach einem gemeinsamen Frühstück stand schließlich der letzte Einsatz für die Mädchen und Jungen an.

Für den letzten Übungseinsatz war eigens ein Unfallfahrzeug organisiert worden. Anhand dieses Szenarios galt es nun vorzugehen wie es in der Praxis üblich ist. Jeder der 18 Teilnehmer hatte die Gelegenheit, einmal mit den Werkzeugen der Feuerwehr zu arbeiten. Es galt, an der Seite des Fahrzeugs eine Öffnung für den gedachten Fahrer und den Beifahrer zu schaffen. Außerdem musste in Höhe der Rückbank das Dach abgenommen werden, um von dort potenziell Verletzte bergen zu können. Der Einsatz lief laut Pressemitteilung unter realistischen Bedingungen ab, sprich, die simulierte Unfallstelle wurde auch abgesichert, notwendiges Werkzeug bereit gelegt und der Pkw stabilisiert.

Nach dem Aufräumen war eine Abschlussbesprechung über den Verlauf der vergangenen 24 Stunden angesetzt. Fazit war, dass die Jugendfeuerwehr Schrecksbach in der Theorie und Praxis auf einem sehr guten Stand ist und das Wissen im Notfall einsetzten kann.

Jeder kann Ersthelfer sein, teilte die Feuerwehr Schrecksbach mit. Erschöpft, aber auch zufrieden mit der Leistung der Jugendfeuerwehr, beendeten die beiden Jugendwarte Andre Koblitz und Stefan Pohl 24 Stunden nach Beginn 24 Stunden-Übung und konnten am Sonntagmittag in den Feierabend gehen. (alx)

Quelle: HNA

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