Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“: Zella und Mengsberg streben den Landessieg an

Einsatz für Lebensqualität

Farbenfroh und stimmungsvoll: Mit einer Begrüßung in Mengsberger Mundart und mit einer bunten Buchstaben-Show und Pompons im Stile von Cheerleadern begrüßten die Mengsberger Grundschulkinder die Wettbewerbs-Kommission. Foto: Heist

Zella/Mengsberg. Zwei Orte aus der Region haben es unter die 15 Finalisten des Hessischen Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ geschafft. Zella und Mengsberg streben nach ihrem erfolgreichen Abschneiden im Regionalentscheid nun den Landessieg an.

In Gruppe B, in der die Orte ohne finanzielle Landesunterstützung zusammengeschlossen sind, treten sie gegen sechs weitere hessische Orte an. Dem Sieger im Landesentscheid winkt ein Preisgeld von 5000 Euro sowie die Teilnahme am Bundeswettbewerb 2013.

Am Montag begutachtete eine neunköpfige Kommission, unter anderem mit Vertretern der Regierungspräsidien Darmstadt und Kassel und des Landfrauenverbandes Hessen, die beiden Orte. Beurteilt wurden die Kategorien allgemeine Entwicklung, bürgerschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen, Bau- und Grüngestaltung sowie das Dorf in der Landschaft.

Schwälmer Tradition

„Zusammenhalt, Einigkeit, Liebe, Lieder, außergewöhnlich“ – so definieren die Zellaer sich selbst und ihren Ort. Schwälmer Mundart, Trachten, Fachwerkhäuser und Traditionen wie das Backen im Backhaus prägten die Vorstellung Zellas. In Schwälmer Tracht empfingen Bürgermeister Heinrich Vesper, Ortsvorsteher Stefan Völker und andere Dorfbewohner die Kommission am Landgasthof Bechtel. Nach einem Ständchen bei strömendem Regen stellte sich die Schwälmer Theatergruppe vor. Im Planwagen und zu Fuß ging es weiter durch den alten Ortskern. Die Kirchengemeinde sowie Betriebe und Vereine, darunter die Antreff-Cowboys, präsentierten sich. Einblicke erhielt die Kommission in Ortsstruktur, Jugendarbeit und Projekte zu erneuerbaren Energien. „Wir l(i)eben Mengsberg“, unter diesem Motto stand der Empfang, den die Mengsberger, angeführt von Bürgermeister Thomas Groll und Ortsvorsteher Karlheinz Kurz, der Kommission an der Grundschule bereiteten. Das ganze Dorf schien sich dort versammelt zu haben.

In grünen Poloshirts

In leuchtend grünen Poloshirts präsentierten fünf Arbeitskreise ihr Dorf anhand von Schautafeln, die auf Staffeleien positioniert waren, bevor es zur Ortsbegehung ging.

Einen Schwerpunkt in der Präsentation von Mengsberg bildeten die Natur und die Einbettung des Ortes in seine landschaftliche Lage. Vorgestellt wurden der Hainbuchenwald mit Hirschkäfern, ein drei Kilometer langer Naturlehrpfad, der Kinderwald mit dem angrenzenden „Baum des Jahres“-Gatter und eine neu angelegte Streuobstwiese.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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