Fünf Rettungszüge absolvierten eine Katastrophenschutz am Singliser See

Ein Einsatz unter Wasser

Singlis. Der Singliser See bei Borken war am Wochenende das Übungsterrain für eine große Katastrophenschutzübung. Die Züge aus Neuental, Borken und Wabern, unterstützt durch die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) Schwalm-Eder und dem Betreuungszug vom Malteser Hilfsdienst aus Fritzlar, übten den Notfall. Angenommen wurde, dass ein Auto samt Insassen von der Straße abgekommen und im See versunken war.

Bereits am frühen Morgen waren schon viele Zuschauer an den See gekommen, um die Einsatzkräfte bei ihrer Übung zu beobachten.

Schwere Ausrüstung

Taucher zwängten sich in ihre Taucheranzüge, legten die schwere Ausrüstung an und wurden mit Rettungsbooten zur vermeintlichen Unfallstelle gefahren. Dort war bereits am Vortag ein großer Kombi auf Grund gelegt worden, der in der Werkstatt von Klaus Wentow in Singlis komplett ausgeschlachtet und gereinigt worden war, bevor er im See versank, Im Fahrzeug wurden zwei Übungsdummys platziert, die dann von den Tauchern aus zehn Meter Tiefe gerettet werden sollten.

Der zweite Übungsschritt bestand darin, eine Ölsperre zu errichten, damit auslaufende Betriebsstoffe nicht in den Uferbereich gelangen, wie es bei einem reellen Unfall passiert. Per Boot wurde die Barriere auf dem See mit Ankern gesichert.

Zum guten Schluss stand dann die doch sehr spektakuläre Bergung des Fahrzeugs an. Die Taucher der DLRG befestigten mit Gurten zwei große Luftkissen am havarierten Fahrzeug und befüllten sie über Schläuche vom Boot aus mit Luft.

In kurzer Zeit war der Wagen an die Wasseroberfläche gekommen und mit zwei Booten in Ufernähe gebracht worden. Mit einem schweren Feuerwehrfahrzeug wurde das Übungsfahrzeug schließlich aus dem Wasser gezogen.

Zusammenarbeit üben

Wie Einsatzleiter Alexander Schrammel vom Neuentaler Katastrophenschutzzug sagte, wolle man mit dieser Übung das Zusammenspiel der einzelnen Rettungszüge üben, um bei Großschadenslagen bestens vorbereitet zu sein. Ein ganz wichtiger Punkt, ganz gleich ob Übung oder reeller Einsatz, ist die Verpflegung und Versorgung der Einsatzkräfte. Diesen Part hatte der Betreuungszug vom Malteserhilfsdienst aus Fritzlar übernommen. Nach der Übung servierten sie den Rettern ein kräftiges Chili Con Carne.

Insgesamt waren 85 Einsatzkräfte an der Übung in Singlis im Einsatz.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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