Einsatzübung bei 400 Grad: Atemschutzträger übten bei Heißausbildung

Nachbesprechung: Der Ausbilder (links) mit Marcel Nelle (Mitte) und Theresa Brede (rechts).

Naumburg. Ein heißes Wochenende erlebten Einsatzkräfte aus dem Naumburger Stadtgebiet bei Übungen in der Brandsimulationsanlage in Brakel, Landkreis Höxter: 400 Grad sind es im Container, in dem geübt wird.

Alle Teilnehmer sind ausgebildete Atemschutzgeräteträger und sollen hier vorbereitet werden für den Ernstfall.

Am Morgen sind es acht neue Atemschutzgeräteträger die das erste Mal in Brakel sind. Sie haben in den vergangenen Monaten ihren Lehrgang als Atemschutzgeräteträger erfolgreich abgelegt und sollen nun auf Situationen vorbereitet werden, die sie jederzeit im Einsatz treffen könnten. Es geht nach einer kurzen Einweisung durch die Ausbilder auch gleich mit einer Wärmegewöhnungsübung los.

Hierbei werden die Atemschutzgeräteträger das erste Mal mit 400 Grad und einer Rauchdurchzündung konfrontiert. Diese Erfahrung ist für alle sehr beeindruckend. Nach einer kurzen Pause geht es dann an das erste Übungsszenario. Es brennt in einem Keller, ist die angenommene Lage. Unter den wachen Augen der Ausbilder gehen immer Zweiertrupps in die Containeranlage vor.

Im Container sind dann mehrere Brandstellen die gasbefeuert und elektronisch gesteuert werden. Die Einsatzkräfte müssen mit trainierten Handgriffen am Hohlstrahlrohr das Feuer löschen und dabei den Wasserschaden möglichst gering halten.

Realitätsnah: Der Atemschutztrupp geht zur Personensuche und Brandbekämpfung in die brennenden Container. Foto:  privat/nh

Die letzte Übung für den Vormittag ist dann eine kombinierte Übung aus Menschenrettung unter Nullsicht. Im Anschluss muss noch das Feuer in einer simulierten Küche gelöscht werden. Danach sind die frischen Atemschutzgeräteträger alle sichtlich zufrieden und erschöpft. Jetzt sind sie vorbereitet und können im Ernstfall richtig Handeln, um sich und die, denen sie helfen sollen, nicht zu gefährden. Die nächsten Atemschutzgeräteträger waren alle schon mal beim Grundkurs dabei und sollen nun Einsatzszenarien komplett abarbeiten. Hier wurde dann mit dem eigenen Fahrzeug geübt. Die erste Übungslage lies nicht lange auf sich warten. Es brannte in einer Wohnung und ein Ehemann vermisste seine Frau. Jetzt musste erkundet, beurteilt und ein Einsatzbefehl erfolgen, damit alles wie am Schnürchen klappt.

Zügig wurde die Person in Form einer 60 Kilogramm schweren Puppe gerettet und das Feuer gelöscht. Danach folgten noch weitere Lagen mit unterschiedlichsten Einsätzen. Die Abschlussübung war dann ein Werkstattbrand bei dem gleich mehrere Personen vermisst wurden. Auch diese Übung schlossen die Einsatzkräfte mit Bravour ab.

Quelle: HNA

Kommentare