Einschulung: 300 Euro kostet der Start

Freut sich schon auf seinen ersten Schultag: Joshua Klitsch aus Guxhagen. Foto: Kamisli

Guxhagen. Der Ranzen steht fix und fertig gepackt bereit. Joshua Klitsch ist schon ein bisschen aufgeregt vor seinem ersten Schultag und hofft, dass in der Zuckertüte ganz bestimmte Legofiguren drin sind.

So eine Einschulung ist aber nicht nur etwas ganz Besonders für das Kind und die Familie, sondern mitunter auch ganz schön kostspielig.

Für uns hat Joshua seinen Schulranzen nochmal ausgepackt und gezeigt, was er fürs erste Schuljahr alles braucht.

Fünf bunte Plastikordner, drei Hefte, ein Federmäppchen mit dicken Holzstiften, ein Schlampermäppchen mit Pinseln, Schere, Spitzer und vielem mehr kommen zum Vorschein. Außerdem ein Wasserfarbkasten, ein großer Block und Wachsmalstifte. Der Inhalt der Schultasche, sagt Joshuas Mutter Carmen Klitsch, hat ungefähr 50 Euro gekostet.

Ranzen ist größter Posten

Der größten Posten bei Joshuas Erstausstattung war der tolle blaue Ranzen mit den Piratenmotiven für 150 Euro. Immerhin waren Mäppchen, Portmonee und Turnbeutel schon bei dem Preis dabei. Außerdem, sagt Carmen Klitsch, werden in der Schule weitere 50 Euro fällig für ein Rechenheft, eine Lesebuch, Kopierkosten und einen Besuch im Weihnachtsmärchen.

Joshua brauchte noch eine Sporttasche, weil der Turnbeutel, der beim Ranzenset dabei war, für die Schule nicht genommen werden kann, sagt Carmen Klitsch.

Das sei aber nicht so schlimm, denn Joshua spielt Fußball und kann den Beutel auch dafür benutzen. Außerdem mussten Hallenturnschuhe für den Sportunterricht angeschafft werden. Tasche und Schuhe machen 55 Euro auf der Rechnung aus. So waren für den Schulanfang schnell 300 Euro weg.

Für Joshua ist das eher nebensächlich. Er freut sich auf seinen großen Tag und auf Mathe, Rechnen kann er schon ein bisschen. Als Vorschulkind der Kita Sonnenwiese hat er sich seine Schule – die Guxhagener Grundschule – schon mal angesehen. Den ersten Schultag am Dienstag wird der Sechsjährigen nicht nur mit Mama, Papa und der Schwester verbringen, sondern auch Omas, Opas, Tanten und Onkel wollen dabei sein, wenn aus dem Vorschulkind ein Erstklässler wird.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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