Attraktion für Wanderer: Eco Pfad Archäologie Naumburg wird eingeweiht

Eintauchen in Geschichte

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Traumhafte Aussicht: Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable genießt den Blick über seine Stadt und das Hinterland. Bauhof und Karnevalsverein kümmern sich darum, dass der Burgberg an dieser Stelle regelmäßig freigeschnitten wird. Dem neuen Eco Pfad Archäologie kommt das zugute. Fotos: Thon

Naumburg. Eine geballte Ladung Geschichte wartet auf Wanderer, die sich demnächst auf den Eco Pfad Archäologie bei Naumburg begeben. Vor zwei Jahren hatte die Stadt die Idee, wanderlustigen Menschen neben eindrucksvoller Natur auch Wissenswertes aus der Vergangenheit Naumburgs zu präsentieren. Am Samstag, 25. August, wird der Eco Pfad auf dem Wanderparkplatz Burghain um 14 Uhr seiner Bestimmung übergeben.

Wanderer können wählen zwischen einer acht Kilometer langen Runde und einer Schleife, die die Weidelsburg mit einschließt, dann aber 18 Kilometer lang ist. Archäologisch bedeutende Stationen gibt es fünf. Eine von ihnen ist die Nuveburg, wie die Naumburg zum Zeitpunkt ihrer Gründung vor mehr als 850 Jahren hieß. Sie gab der Stadt ihren Namen, sichtbare Zeichen ihrer Existenz gibt es so gut wie keine. Über die letzten Spuren hat sich dichter Wald gelegt. Die Geschichte der Burg ist so spannend, dass die Planer des Pfades ihr gleich zwei Tafeln gewidmet haben. Weitere historisch interessante Punkte sind die Stadtpfarrkirche St. Crescentius, die Wüstung Immenhausen, die Kapelle auf dem Weingarten sowie Hessens größte Burgruine – die Weidelsburg.

Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable verweist bei dem jüngsten von insgesamt 23 Eco Pfaden im Landkreis Kassel auf einen besonderen Vorzug: Bis auf den Abstecher zur Wüstung Immenhausen verläuft der Weg auf der Route des prämierten Habichtswaldsteiges und der Extratour H8 – Im Tal der zwei Burgen. „Damit hat unser Eco Pfad Premiumcharakter“, lacht der Verwaltungschef.

Mehrfach über die Elbe

Und in der Tat legt sich Wanderern, die die große Runde in Angriff nehmen, eine abwechslungsreiche Natur zu Füßen. Waldsteige wechseln sich ab mit Offenlandschaften, mehrfach wird die Elbe gequert und vom Burgberg reicht der Blick zur Weingartenkapelle und über diese hinweg zur Weidelsburg. Mitarbeiter des Bauhofes und der Karnevalsverein schneiden regelmäßig das Plateau frei, die Narrengemeinschaft hat vor einiger Zeit sogar zwei Bänke aufgestellt.

20 000 Euro hat der Pfad gekostet – die Hälfte der Summe steuerte die Stadt bei. Wer sich über die historisch wertvollen Meilensteine des Pfades bereits im Vorfeld oder auch im Nachgang einer Tour informieren möchte, kann sich in der Tourist-Information im Haus des Gastes in Naumburg den Prospekt druckfrischen abholen.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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