Museum in Holzhausen-Hahn eröffnet am 15. Januar seine Sonderausstellung

Sonderausstellung: Eintauchen in die Steinzeit

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Zwischen Steinzeitmenschen und Wölfen: Am 15. Januar öffnet die kostenlose Ausstellung in Holzhausen-Hahn über die Jungsteinzeit, die Wilfried Mihr mit dem Kultur- und Geschichtsverein organisiert hat.

Holzhausen-Hahn. Feuersteine, Pfeilspitzen und drei echte Skelette aus der Jungsteinzeit: Am 15. Januar öffnet das Museum in Holzhausen-Hahn nach zweimonatiger Pause wieder seine Ausstellung über die „Steinzeit im Chattengau“.

Auf 180 Quadratmetern und zwei Etagen können die Besucher in die Welt von 5000 vor Christus eintauchen, echtes Mehl mahlen, Kleidung aus der alten Zeit bestaunen und sich von Wilfried Mihr die Lebensweise der Menschen erklären lassen.

„Die Jungsteinzeit war eine Zeit des Übergangs. Die Menschen waren nicht mehr nur Jäger, sondern wurden sesshaft.

Video der Ausstellung

„Wir haben hier in Holzhausen und insgesamt im Chattengau sehr viele archäologische Funde aus dieser Zeit“, erklärt der Vorsitzende des Vereins für Kultur und Geschichte in Holzhausen. „Die Jungsteinzeit war eine Zeit des Übergangs. Die Menschen waren nicht mehr nur Jäger und Sammler, sondern wurden sesshaft. Sie brauchten gute Böden, die sie hier fanden“, erklärt Mihr.

Immer wieder fand man in Holzhausen und der näheren Umgebung auf den Feldern Pfeilspitzen, Tonscherben und auch Knochenreste. Die drei Skelette, die jetzt ausgestellt werden, kommen aber aus der Stadt Gudensberg. „Wir haben in unserer Austellung eine circa 25-jährige Frau, einen 50-jährigen Mann und ein ungefähr zweijähriges Kind“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Geschichtsvereins, Wolfgang Schütz.

Die Erwachsenen wurden gehockt beerdigt, also mit angezogenen Beinen. Pfeilspitzen und Werkzeuge gab es als Grabbeigaben. „Warum die Menschen in dieser Position beerdigt wurden, wissen wir nicht.“ Die Pfeilspitzen seien dazu gelegt worden, da die Menschen auch nach dem Tod noch essen mussten.

Sechs Monate Vorbereitung

Schon seit 2004 organisiert der Verein Ausstellungen dieser Art im Dorfgemeinschaftshaus. Viel Arbeit hat der Verein investiert. „Wir brauchen schon sechs Monate zur Vorbereitung. Schließlich müssen wir Anträge stellen, um die Skelette oder den Wolf zu bekommen“, erklärt Mihr.

Am Sonntag, 15. Januar von 14 bis 17 Uhr hat die Ausstellung wieder geöffnet. Weitere Termine bis in den April hinein sollen folgen. Aber auch auf Anfrage können sich Schulklassen und andere Gruppen zu einer kostenlosen Führung anmelden und in die Welt der Steinzeit eintauchen.

Informationen zur Anmeldung: Wolfgang Mihr, Tel: 05665 5704.

Quelle: HNA

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