Veranstalterteam 475 Jahre Wasserfestung: Das Konzept für Jubiläumsfeier ging auf

Ein einzigartiges Fest

Symbiose aus Besuchern und Darstellern: Knapp 1000 kostümierte Darsteller, darunter 400 gewandete Festbesucher, boten bei der Jubiläumsfeier der Wasserfestung ein buntes Bild. Fotos:  Archiv/Grede

Ziegenhain. Noch zeugen letzte Spuren auf dem Ziegenhainer Paradeplatz vom großen Fest anlässlich des 475-jährigen Bestehens der Wasserfestung vor knapp drei Wochen. Neben tausenden von Fotos wird in der Region die Erinnerung an ein einmaliges Fest bleiben – mit einer Bilanz, die sich sehen lassen kann.

7000 Menschen besuchten den stehenden Festzug am Sonntag. Für das Veranstalterteam vom Arbeitskreis Festung rund um Bernd Völker, Markus Stübing, Gerhard Reidt und Stephan Krumpholz eine Rechnung, die aufgegangenen ist. Das Quartett mit dem Arbeitskreis Festung trug nicht nur das finanzielle Risiko, sondern stemmte auch mit der Vorbereitung der Jubiläumsveranstaltung über Monate hinweg einen gigantischen Kraftakt.

„Angesichts der Besucherzahlen haben wir keinen Verlust gemacht“, erklärt Reidt, „aber auch keinen Gewinn, was bei besserem Wetter durchaus möglich gewesen wäre“. Als Salz in der Suppe bezeichnet er die 400 gewandeten Festbesucher.

Sie gesellten zu sich knapp 1000 Menschen in historischen Kostümen, die den den Paradeplatz in ein riesiges Kostümspektakel verwandelten – darunter unzählige Darsteller aus hiesigen Vereinen, die historische Szenen nachstellten. Da habe sich bei der Vorbereitung die gute Vernetzung der Veranstalter bewährt, meint Markus Stübing, der auf langjährige Erfahrung bei der Organisation des Salatkirmes-Festzuges zurück blickt.

Auf sich aufmerksam machten die Veranstalter auch bei größeren Organisationen. Erste Anfragen nach einem Kopieren der Festkonzeption habe es unter anderem bereits von Hephata gegeben, berichtet Bernd Völker.

Da rückten für einen Sonntag regionale historische Persönlichkeiten in den Mittelpunkt. „Sie wurden mit Begeisterung aufgenommen und weckten das Bewusstsein, nach der Geschichte in der näheren Umgebung zu gucken“, sagt Bürgermeister Dr. Gerald Näser.

Gemeinsam mit den Veranstaltern ist er sich einig, dass Ähnliches wieder erreichbar sei. Grundsätzlich habe das Fest aber von seiner Einmaligkeit gelebt. Unter regelmäßigen Auflagen in kürzen Abständen würde vermutlich die Qualität leiden.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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