Neukirchen

Eisbaden in Neukirchen: 28 Schwimmer stiegen ins kalte Wasser

Neukirchen. Seit Oktober bereiten sich die Schwimmer des LTV Neukirchen auf ein besonderes Ereignis am Neujahrstag vor – das Eisbaden. Auf eisige Temperaturen mussten die 28 hartgesottenen Sportler im Neukirchener Freibad zwar verzichten, doch das tat der Freude der Freiwilligen keinen Abbruch.

Bei drei Grad Wassertemperatur stürzten sie sich unerschrocken in die Fluten.

Doch bevor sich die Mutigen ins Wasser wagten, gab es die obligatorische Neujahrsansprache auf dem Drei-Meter-Brett. Birgit de Taillez und Horst Möller freuten sich über die vielen Gäste und blickten seitens des Vereins zufrieden auf das vergangene Jahr zurück: „Die Sanierung des Bewegungsbades verläuft in kleinen Schritten, aber wir sind froh über die neuen Duschen“, sagte de Taillez, „die sollten Sie unbedingt ausprobieren.“

Das Publikum beim Eisbaden bestand überwiegend aus Eltern und Freunden der jungen Schwimmer. Aber auch Gästen von außerhalb, etwa Willingshausens Bürgermeister Heinrich Vesper, waren gekommen. Vesper war einer der wenigen Erwachsenen, der sich ins eiskalte Wasser trauten. Viele Stunden Training lagen hinter den jungen Schwimmern: Angeleitet worden waren sie dabei von Schwimmlehrer Jörg Krienitz.

Ab ins Wasser: 28 Teilnehmer – darunter viele Kinder – hatten sich seit Oktober auf das traditionelle Eisbaden im Neukirchener Freibad vorbereitet. Am Dienstag schwammen die Mutigen eine Bahn im eiskalten Wasser.

Der sortierte auch am Neujahrstag die muntere Truppe in Badebekleidung und regte zu Aufwärmübungen an. Unter den Anfeuerungsrufen der Gäste stürzten sich die Teilnehmer in die Fluten und schwammen ihre obligatorische Bahn zum gegenüberliegenden Beckenrand. Als Jüngste stieg die siebenjährige Emma Fröhlich samt ihrer Geschwister ins Wasser, der älteste Schwimmer war der 59-Jährige Friedrich Axt.

Nicht nur diese Tradition will der Verein aufrecht erhalten, auch der Ausbau der Schwimmabteilung steht im Jahr 2013 auf dem Plan des LTV: Mithilfe von Spenden möchten die Mitglieder die Ausbildung der Rettungsschwimmer weiter voran bringen. Deshalb wurde unter den Zuschauern Geld gesammelt, um eine weitere Puppe anschaffen zu können.

„Es wäre toll, wenn 175 Euro zusammen kämen“, sagte de Taillez. Unterdessen wanderten die Schwimmer in Handtücher gehüllt hinüber ins Bewegungsbad, um sich aufzuwärmen. Bei Glühwein, Tee und Kreppeln klang der Neujahrstag aus.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Fotos:  Rose

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