Zirkusshow „Arche Noha 2“ begeisterte Zuschauer im Zierenberger Bürgerhaus

Eisbären unter Tropensonne

Zierenberg. Die Tiere der Arktis jonglieren – mit Bällen, Tüchern und Tellern. Eisbären fühlen sich wohl in ihrer kalten Welt. Auch der kleine Seehund, der dabei seine Flossen wie Tennisschläger einsetzt. Unzählige Pinguine tapsen munter durchs Eis, bis sie bemerken, dass ihre Heimat langsam zu schmelzen beginnt.

Sie alle sind keine normalen Tiere, sondern von Kindern des Zirkutopia-Projekts „Rand und Band“ kreierte Phantasiegestalten. Sie sind die Hauptakteure der diesjährigen Zirkusgala im Zierenberger Bürgerhaus. Die hat am Sonntagnachmittag dann auch direkt eine Lösung für die ratlosen Eisbewohner bereitgehalten: Freundliche Drachen laden Eisbär & Co. ein, gemeinsam mit ihnen nach Afrika zu reisen. Dafür muss jedoch zunächst ein Schiff her: die “Arche Noha 2”, so auch der Titel der Zirkusshow.

Tücher werden zu Segeln, Jonglagekeulen zu Rudern, kunterbunte Teller zu Steuerrädern, die allesamt zuvor nochmal ordentlich durch die Luft gewirbelt werden.

Jonglage: Auch das gehörte zum Programm der Aufführung. Das Foto zeigt Zirkuspädagogin Vanessa Schmidt (rechts) und Carola Friedmann.

Das fertige Schiff und der Duft frischen Popcorns führt zunächst in die Pause und dann direkt auf den schwarzen Kontinent, wo bereits zwei Spinnen mit Seilartistik warten, eine riesige Stelzen-Giraffe über die Bühne spaziert, drumherum ein Schwarm Flamingos auf Einrädern durch die Tropensonne rast. Die Pinguine und ihre Freunde lernen die Dschungelbewohner kennen und auch die afrikanischen Tiere beweisen artistisches Geschick, die auf Kugeln laufenden Raubkatzen ebenso wie die Diabolo spielenden Affen. Alle verstehen sich bestens, tanzen einen Freudentanz.

Freude, die auch auf das Publikum übergeht, das mit Applaus nicht geizt. Belohnung für monatelange harte Arbeit für die rund 20 behinderten und nicht behinderten Kinder des Zirkusprojektes „Rand und Band”. „Es ist schön zu sehen, wieviele Menschen Interesse an unserer Arbeit haben”, sagt Zirkuspädagogin Carola Friedmann. „Positive Rückmeldungen tun gut, wie auch die Tatsache, dass wir mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der Kinderkulturarbeit unserer Region geworden sind.”

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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