Auch Ungewöhnliches gab es beim ersten Ostermarkt im Zierenberger Bürgerhaus

Elch weg, Hasen drauf

Eier mit Duft: Christina Kirchner (links) und Carola Friedmann hatten in ihrer Seifenkiste auch frisch duftende Eier im Angebot. Fotos: Hoffmann

Zierenberg. Elche und Tannenbäume aus Holz waren am Sonntag die Verkaufsschlager beim Ostermarkt im Bürgerhaus. Zum Fest der bunten Eier schon etwas ungewöhnlich, sollten doch eigentlich Hasen, Hühner und Frühlingsblumen in dieser Zeit das Bild bestimmen. Taten sie auch, am Stand von Ute und Bernhard Ranft waren die Überbleibsel von Weihnachten nur Zubehör. Sie gehören zum schmucken Kranz mit vier Kerzen, der bis vor ein paar Monaten noch in den Wohnzimmern die Wartezeit auf Weihnachten versüßt hatte. Die Weihnachtsmotive kurzerhand dank eines Stecksystems durch Hase und Blumen ersetzt, fertig ist die Frühlingsvariante des Adventskranzes.

Pfiffige Ideen machen sich bezahlt, die flexible Tischdekoration war im Nu ausverkauft. „Mein Mann musste schon alle Vorräte von Zuhause holen, jetzt ist nichts mehr da“, freute sich Ute Ranft und war ein wenig verwundert, dass die Kunden gleich auch die Weihnachtsmotive haben wollten.

Ansonsten aber wurde der erste Ostermarkt im Warmestädtchen seinem Namen gerecht. Bunte Eier gab es in unzähligen Variationen, aus Stoff, Wolle, Kerzenwachs und sogar Seife. Meister Lampe war im Streichelzoo leibhaftig anzutreffen, sehr zur Freude der kleinen Besucher. Die kuschelten mit den Langohren, während Mama und Papa durch den Saal mit rund 20 Ständen bummelten. Sie konnten so in Ruhe das eine oder andere Ostergeschenk für die Kleinen besorgen, etwa eines der putzigen Stoffschafe aus Else Degenhardts Handwerkstatt, oder einen kleinen Wollteddy von Margret Wenzel.

Ostern wäre nichts ohne frische Blumenideen, die Christiane Hartmann aus dem Blumenmehr parat hielt. Sie verzichtet in diesem Jahr auf unnötigen Schnick-Schnack, setzt auf Natürlichkeit, kreativ gebundene Sträuße und kleine Holzhasen.

Aktiver Dackelverein

Das farbenfrohe Angebot lockte mehrere hundert Besucher ins Bürgerhaus, was für die Idee des Dackelvereins spricht, das Zierenberger Veranstaltungsloch im Frühjahr zu schließen.

„Wir wollten es einfach mal ausprobieren“, sagte Christina Kirchner, die gemeinsam mit ihren Vereinskolleginnen das Leben in Zierenberg seit längerem aufwirbeln - im positiven Sinne natürlich. So mischen sie regelmäßig beim Mountainbike-Marathon mit, sorgten beim Neujahrsempfang für leckere Verpflegung. Nun sieht es so aus, als sei ein neuer regelmäßiger Termin hinzu gekommen.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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