Fahrrad-Leasing: Mit dem Elektro-Bike ins Büro

Mit dem E-Bike statt mit dem Auto zur Arbeit: Das Dienstfahrrad-Leasing kann dafür einen Anreiz schaffen, sagt Fahrradladen-Inhaber Axel Bischoff. Foto: Féaux de Lacroix

Kreisteil Melsungen. Einen Dienstwagen leasen - das kennt jeder. Aber ein Dienstfahrrad? Doch, das geht.

Auch einige Firmen im Kreisteil Melsungen nutzen diese Möglichkeit bereits - doch im Vergleich zum Dienstwagen-Leasing sind geleaste Fahrräder noch eine Seltenheit. Axel Bischoff, Inhaber des Melsunger Fahrradladens Zweiradhaus Bischoff, erklärt, wie das Dienstfahrrad-Leasing abläuft.

Wer kann das Dienstfahrrad-Leasing nutzen?

Grundsätzlich jeder - Voraussetzung ist aber, dass der Arbeitgeber mitmacht. Dieser muss nämlich als Leasingnehmer beim Fahrradhändler auftreten. Zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter wird dann eine Überlassungsvereinbarung für das geleaste Fahrrad abgeschlossen. Nicht jeder Fahrradladen bietet das Leasing an - am besten erkundigt man sich direkt beim Händler seines Vertrauens.

Wie funktioniert das Leasing?

Zunächst wird das Rad ausgewählt, das der Mitarbeiter fahren möchte. Für die Nutzung des Fahrrads wird jeden Monat eine bestimmte Summe vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers abgezogen - abhängig vom Kaufpreis des Fahrrads. „Die Raten belaufen sich auf 40 bis 100 Euro monatlich“, sagt Axel Bischoff. Nach 36 Monaten endet der Vertrag. Der Mitarbeiter kann dann entscheiden, ob er das geleaste Fahrrad gegen eine geringe Ablösesumme behalten oder lieber ein neues Rad leasen will.

Was sind die Vorteile des Leasing-Modells?

„Da die Rate vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers abgezogen wird, muss man weniger Lohnnebenkosten zahlen“, sagt Bischoff. Auch die Mehrwehrsteuer werde abgezogen. Durch die direkte Verrechnung mit dem Gehalt könne man bis zu 52 Prozent der Leasingrate einsparen. „Außerdem ist das Rad immer komplett versichert, zum Beispiel gegen Verschleiß, Vandalismus und Diebstahl“, sagt Bischoff. Das sei insbesondere bei E-Bikes von Vorteil, da dort der Verschleiß höher sei als bei normalen Fahrrädern. Arbeitgeber könnten mit dem Leasing etwas für ihr Image tun, ihre Mitarbeiter motivieren und deren Gesundheit fördern, sagt Bischoff.

Welche Firmen machen schon mit?

Axel Bischoff nennt als Beispiele für Unternehmen, die bereits das Fahrrad-Leasing nutzen, die Werbedruck Schreckhase in Spangenberg, die Melsunger Druckerei Bernecker, die BKK Wirtschaft und Finanzen in Melsungen sowie DHL in Malsfeld. Auch Faubel habe Interesse bekundet. Marcus Becker von der Personalabteilung der Firma Schreckhase erklärt: „Wir haben viele Mitarbeiter, die in der Nähe wohnen und deshalb dank E-Bike gut auf das Auto für den Weg zur Arbeit verzichten können.“ Das komme der Gesundheit der Arbeitnehmer zugute und trage zur Mitarbeiter-Motivation bei. Ein Probefahren mit E-Bikes hat schon stattgefunden, einige Mitarbeiter hätten sich auch schon entschieden, mitzumachen. Auch für Björn Hansen, Vorstand der BKK Wirtschaft und Finanzen, ist die Gesundheit der Mitarbeiter ein wichtiges Argument fürs Fahrrad-Leasing. Außerdem könne man Mitarbeiter so ans Unternehmen binden. Das Interesse in der Belegschaft sei hoch.

Weitere Informationen zum Dienstfahrrad-Leasing gibt es im Internet zum Beispiel auf www.eurorad.de. Dort kann man auch ausrechnen, wie sich das Leasing auf dem eigenen Gehaltszettel auswirken würde.

Quelle: HNA

Kommentare