Eon stellte Knüllwald Testwagen zur Verfügung

Mit Elektromotor den Berg hinauf

Elektrisch unterwegs: von links Jürgen Bomm, Rainer Götzl (Eon) und Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller mit dem Elektro-Testfahrzeug. Foto: zse

Knüllwald. Es ist zweifellos eine etwas andere Art zu fahren: Auf leisen Sohlen, wirtschaftlich und unschlagbar umweltfreundlich, erobern Elektrofahrzeuge zunehmend den Status als Autos der Zukunft.

Deren Alltagstauglichkeit untersucht derzeit die Eon-Mitte in einem speziellen Projekt: Eine Woche lang stellt der Energieversorger Städten und Gemeinden einen vollelektrisch angetriebenen Pkw kostenfrei zur Verfügung, um in der praktischen Nutzung Stärken und Schwächen der Elektromobilität zu erforschen.

Die Gemeinde Knüllwald nahm dieses Angebot an und integrierte den Peugeot in ihren Fuhrpark. Bürgermeister Jörg Müller steuerte das emissionsfreie Fahrzeug ebenso wie die Mitarbeiter von Bauhof und Bauverwaltung. Leistungsfähig, aber nicht in allen Belangen überzeugend, lautete das Fazit nach einwöchigem Praxistest.

Ohne Zweifel bestach der flotte Elektro-Kleinwagen neben Komfort wie Klimaanlage und Sitzheizung auch mit einer passablen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 130 Stundenkilometern. Selbst beim berüchtigten Ascheberg-Aufstieg von Remsfeld Richtung Rengshausen habe die Leistung noch über der Hundertergrenze gelegen, berichtete der Rathauschef.

Ein Manko jedoch sei die relativ geringe Reichweite von 150 Kilometern pro Akkuladung. Das reiche für eine Flächengemeinde wie Knüllwald mit kaum aus.

Auch der relativ hohe Kaufpreis von 35 000 Euro trage dazu bei, dass eine solche Anschaffung für die Gemeinde noch nicht denkbar sei, resümierte Müller.

Der Rathauschef ist dennoch optimistisch, dass Elektrofahrzeuge durchaus eine Mobilitäts-Alternative für die Zukunft werden könnten.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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