HNA-Serie „Wir sind B. Braun“: Im Werk C am Schwarzenberger Weg stellen 125 Braunianer Elektroteile für Dialysegeräte her

Elektronik-Teile für die Blutwäsche

Melsungen. In Dialyse-Geräten für die Blutreinigung Nierenkranker steckt jede Menge Elektronik. Sie misst, steuert und überwacht die Blutwäsche. Verbunden sind die High-Tech-Teile mit Steckverbindungen, Sensoren und Kabelbäumen. Hergestellt wird das alles von 125 Mitarbeitern der B. Braun Melsungen AG im Werk C am Schwarzenberger Weg.

Dort arbeiten in der Regel angelernte Kräfte, Techniker, Meister und Ingenieure, erklärt Abteilungsleiter Udo Muck. Sie erreichen ihren Arbeitsplatz aus Sicherheitsgründen nur mit Spezialschuhen und in weißer Kleidung: Die empfindliche Produktion der elektronischen Bauteile darf nicht beeinflusst werden. Was die Braunianer in der Elektrofertigung des Werks C herstellen, wandert ins Werk W, in dem dann komplette Dialysegeräte entstehen.

Bunter Arbeitsplatz

Einen bunten Arbeitsplatz hat Claudia Sennhenn. Sie kommt aus Hessisch Lichtenau und setzt nach Bauplänen leuchtend bunte Elektroschnüre zu Kabelbäumen zusammen. Zu den Braunianern kam sie nach dem Realschulabschluss, eigentlich um Wartezeit auf einen Ausbildungsplatz zu überbrücken. Dann aber durchlief sie verschiedene Abteilungen und blieb auch ohne spezielle Berufsausbildung dem Unternehmen treu. In ihrer Freizeit engagiert sich Claudia Sennhenn bei Haus & Grund in Hessisch Lichtenau.

Seit acht Jahren arbeitet in der Abteilung Ralf Wassermann mit. Der 42-Jährige Ingenieur studierte nach einer Ausbildung als Energieelektroniker Elektrotechnik. In seiner Freizeit ist der Vater von zwei Kindern bei den Schützen und der Feuerwehr in Rotenburg präsent. Im Werk C begeistert er sich für Lötprozesse. Dabei erarbeitet und überwacht der Rotenburger Temperaturprofile, nach denen in einer Maschinenstraße Elektroteile auf Leiterplatten gelötet werden.

Eine Million Leiterplatten

Im vergangenen Jahr verließen allein 850 000 bestückte Leiterplatten das Werk – dieses Jahr sollen es laut Unternehmen eine Million werden.

Von Lorenz Grugel

Quelle: HNA

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