Schüler begaben sich auf digitale Schatzsuche in die Kasseler Aue

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Auf Schatzsuche in Kassel: die Selbert-Schüler Philipp Sommer, Niklas Sommer, Finja Römer und Sarah Thielmann (von links).

Zierenberg/Kassel. Ein PETling auf Augenhöhe im Baum hängend, eine Filmdose unter einer Bank, eine Dose im Baumstumpf, eine Brotdose unter der Brücke – so sehen die Verstecke beim Geo-Caching aus.

Dass es sich bei der modernen Schatzssuche um mehr als nur ein Spiel handelt, erfuhren die Klassen G7a und G7b der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg, als sie sich mit Mitarbeitern des Amts für Bodenmanagement auf einen Streifzug durch die Kasseler Aue begaben.

Doch wer ein Schatzsucher sein will, der muss seine Ausrüstung genauestens kennen, worum es im ersten Theorieteil ging. Die Schüler lernten verschiedene Kartenformen wie Liegenschaftskarte mit den Eigentumsgrenzen, topografische Karten und Luftbilder kennen. Sie erfuhren, dass diese benötigt werden für Eigentumsnachweise, Hochwasserschutz, Rettungsdienste und auch Navigationssysteme. Die ESSler setzten sich auch mit der Frage auseinander, wie viele Längen- und Breitengrade es gibt und wie mit deren Hilfe ein Punkt auf der Erde lokalisiert werden kann – hilfreiche Tipps für das spätere Geo-Caching. Da dies nur mit einem GPS-Gerät funktioniert, erfuhren die Siebtklässler außerdem alles, was sie zum Umgang mit dem sensiblen Gerät wissen mussten.

Sieben Verstecke

Klare Sache, dass die Selbert-Schüler ihr neues Wissen direkt in der Praxis anwenden wollten. In vier Kleingruppen ging es mit einem vom Amt für Bodenmanagement gestellten GPS-Gerät, Klemmbrett und Kuli auf eine vier Kilometer lange Runde durch die Kasseler Aue. Sieben Stationen mit Caches waren hier versteckt, die die Schüler suchen mussten, um von Punkt zu Punkt zu gelangen. Dafür mussten sie die dort gestellten Aufgaben lösen und erhielten so die nächste Koordinaten für ihre weitere Suche. Wie viele Satelliten benötigt man, um mit dem GPS seine Position bestimmen zu können? Entlang welchen Längengrades befindet sich die Datumsgrenze? Welche Höhe hat der „Große Steinhaufen“? - Die Fragen waren knifflig, wer im Theorieteil aufgepasst hatte, war im Vorteil.

Am Ziel angekommen, wartete auf die Schüler eine kleine Belohnung für den Tag. Eine geglückte Aktion, findet auch Lehrer Albrecht Heidelbach, der einen der Tage begleitet hat: „Die Schatzsuche ist ein gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern wie auch für eine sinnvolle Verknüpfung von Unterricht mit direktem Bezug zur Praxis.“ (zhf)

Quelle: HNA

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