Bad Emstaler bemängelt schadhafte Straßenverfugung der Eon – Bauamt: Kein Grund zur Sorge

Ärger um Löcher in der Straße

Unschöne Risse: Klaus Rockahr zeigt die mangelhafte Verfugung vor seinem Grundstück an der Eisenacher Straße in Bad Emstal. Foto: Spanel

Bad Emstal. Deutlich sichtbare Schnittstellen, aufplatzende Längsnähte und mangelhafte Fugenmasse: Der Zustand der Straßendecke vor seinem Grundstück an der Eisenacher Straße in Bad Emstal ist Anwohner Klaus Rockahr schon lange ein Dorn im Auge.

Begonnen hat alles, als der Energiekonzern EON vor fünf Jahren Löcher in die Straßendecke fräste, um Gasleitungen zu verlegen. Diese Löcher seinen laut Rockahr nicht ordnungsgemäß wieder verschlossen worden: „Die Nähte dieser Löcher platzten wieder auf, so dass nun Wasser eindringen kann, was die Straßendecke durch Komprimierung und Ausdehnung letztlich immer weiter zerstört.“

Rockahr stört sich auch an dem Verhalten des Bad Emstaler Bauamtes und der Reaktion von Bürgermeister Ralf Pfeiffer. Er habe sein Anliegen in zahlreichen Briefen formuliert und sei auch persönlich vorstellig geworden – ohne Erfolg: „Ich fühlte mich nicht ernst genommen. Bürgerservice geht anders.“ Bis heute sei nichts passiert, obwohl ihm Straßenreparaturen bis Ende Oktober 2012 fest zugesagt worden seien.

Auf Nachfrage der HNA erklärt der Bad Emstaler Bauamtsleiter Andreas Bohn: „Es ist anzunehmen, dass das zuständige EON-Subunternehmen Preuss beim Fugenverguss eine fehlerhafte Charge verwendet hat.“ Die daraus resultierenden Risse an der Straßenoberfläche seien aber keineswegs problematisch – es könne kein Wasser in die Tiefe dringen. „Tatsächlich ist aber ein aus ästhetischen Gesichtspunkten nötiges Nachvergießen der Fugen noch nicht erfolgt – leider ausschließlich vor dem Grundstück von Herrn Rockahr“, sagt Andreas Bohn. Sorgen müsse sich der Anwohner aber trotzdem nicht machen. „Stichtag ist der 15. Juni. Dann machen EON, Subunternehmen und Gemeinde eine gemeinsame Ortsbegehung, um eventuelle Schäden aufzunehmen und auszubessern“, sagt Bohn. Eventuell entstehende Reparaturkosten würden dann vollständig von der EON übernommen, Anlieger oder die Gemeinde Bad Emstal würden nicht zur Kasse gebeten.

Bad Emstals Bürgermeister Pfeiffer legt indes Wert auf seine gute Erreichbarkeit. Wer zur wöchentlichen Bürgersprechstunde kommen wolle, müsse sich im Vorfeld nur einen Termin geben lassen. „Allerdings sind auch spontane Besprechungen immer möglich“, so Pfeiffer. Wer wolle, könne ihn auch per E-Mail erreichen. Wenn sich Klaus Rockahr übergangen fühle, tue es ihm leid: „Das ist nicht die Regel und soll auch nicht wieder vorkommen.“

Von Emily Spanel

Quelle: HNA

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