Das Ende für drei Stützpunktwehren naht

Schwalm-Eder. Drei der sieben Stützpunktfeuerwehren im Landkreis werden im kommenden Jahr ihren Status verlieren. Betroffen sind Spangenberg, Jesberg und Neukirchen. „Die Verträge laufen zum Jahresende aus und wurden nicht mehr verlängert“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker. Doch von einer Verschlechterung der Sicherheit beim Brandschutz könne keine Rede sein.

Hintergrund der Neuordnung, über die die betroffenen Wehren nach Angaben von Kreisbrandinspektor Werner Bähr schon informiert wurden, ist eine Änderung bei den Hilfsfristen. Bislang waren die Stützpunktfeuerwehren in Homberg, Melsungen, Schwalmstadt, Fritzlar, Spangenberg, Jesberg und Neukirchen dafür zuständig, im Notfall überörtliche Aufgaben zu übernehmen. Innerhalb von 20 Minuten mussten sie am Einsatzort sein. Aufgabe des Landkreises war es, die Wehren entsprechend auszustatten, damit die Rettungsfristen eingehalten werden konnten. Jährlich zahlte der Landkreis den sieben Stützpunktwehren insgesamt 300 000 Euro.

Damit ist ab 1. Januar Schluss. Denn für die überörtliche Hilfe, die in 20 Minuten vor Ort sein muss, ist ab kommendem Jahr nicht mehr der Landkreis zuständig. Nach der neuen Feuerwehrverordnung müssen die Gemeinden das in Nachbarschaftshilfe regeln. Nun ist eine halbe Stunde Zeit, um zu Hilfe zu eilen.

Die Folge: Im zweitgrößten Flächenkreis Hessens sind nur noch vier Stützpunktwehren nötig, um die Aufgaben abzudecken.

Doch was für den Landkreis von Vorteil ist, birgt Probleme für die Kommunen. Sie müssen nun untereinander klären, wie sie sich gegenseitig helfen und welche Feuerwehr welche Geräte und Fahrzeuge anschafft. Dennoch: Die Sicherheit leide nicht darunter, sagt Bähr. „Viele Wehren sind heute mit solchen Rettungsgeräten ausgerüstet wie früher nur Stützpunktwehren.“

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Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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