Internet-Zugang: Malsfelder nutzen Breitbandtechnik auf Funkbasis

Endlich schnell ins Netz

Mit zwei Schachteln geht’s ins Internet: Regionalmanagerin Marion Karmann nutzt das Bürgernetz im Malsfelder Rathaus und zeigt hier die dafür notwendigen Zusatzgeräte. Hinter ihr stehen von links Jürgen Bodenhorn, Heinz Kamper und Herbert Vaupel. Foto: Grugel

Malsfeld. In ganz Malsfeld ist ab sofort schnelles Internet verfügbar: In sechs von sieben Ortsteilen bietet das Unternehmen Informations-Technologie für Menschen (ITfM) Breitbandtechnik auf Funkbasis mit einer Übertragungsgeschwindigkeit in der Größenordnung von DSL-6000 an. Sipperhausen ist über andere Kanäle versorgt. Das teilten am Dienstag Bürgermeister Herbert Vaupel und die ITfM mit.

Knapp ein Viertel der 1600 Malsfelder Haushalte hängen bereits an dem Funknetz, bilanzierte Vaupel. Den Aufbau der Breitbandtechnik bezuschusste die Gemeinde mit 50 000 Euro. Eine Kabellösung mit dem Aufreißen von Straßen und Gehwegen für Leerrohre hätte die Gemeinde ein Vielfaches gekostet, berichtete Vaupel im Malsfelder Rathaus, das inzwischen ebenfalls am Netz hängt – und weil dort auch der Zweckverband Mittleres Fuldatal arbeitet, verfügt auch der inzwischen über schnelles Internet.

Wer das Funknetz der ITfM nutzen möchte, braucht dazu in der Wohnung ein rechteckiges flaches Zusatzgerät und ein verkapseltes Empfangs- und Sendeteil im Außenbereich. Die Nutzung der Breitbandtechnik ist dann ohne Volumenbegrenzung rund um die Uhr ab 24,95 Euro pro Monat möglich. Die Installation und eine mögliche Telefon-Nutzung kosten extra.

Mit ihrem Netz erreicht die ITfM laut Geschäftsführer Heinz Kamper so gut wie alle Haushalte. Probleme gibt es zurzeit noch bei einigen Gebäuden im Außenbereich und in Tallage. Der Gemeindebauhof am Strauchgraben hat laut Vaupel beispielsweise keine Sichtbeziehungen zu einem der Funkverteilpunkte. Aber auch diese weißen Flecken sollen weitgehend verschwinden, teilte die ITfM mit.

Malsfeld ist laut ITfM über zwei Funkstrecken zu einem Melsunger Verteilnetz und 15 Verteilpunkten in der Fuldagemeinde weltweit vernetzt. Die Stärke der Funkausleuchtung liegt nach Angaben des Unternehmens weit unter den geforderten Werten des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland. Zum Einsatz komme Funktechnik im Niedrigst-Energiebereich mit 45 Milliwatt in Kombination mit Richtantennen. (lgr)

Quelle: HNA

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