Manfred Diel bringt zweites Buch heraus – Geschichte spielt auch in Treysa

Die Endlichkeit vor Augen

Schreiben ist seine Leidenschaft: Manfred Diel erzählt in seinem zweiten Buch „Sinas Vermächtnis“ von Bräuchen und der Heimat. Foto: Müller

Treysa/Neustadt. Das bäuerliche Leben auf den Dörfern gegen Ende der 1960er Jahre: Die Landwirtschaft wird aufgegeben und alte Brauchtümer weniger ernst genommen. Wie wichtig aber Traditionen sind, erzählt Manfred Diel in seinem Buch „Sinas Vermächtnis“.

„Traditionen sollten weitergegeben werden, wir verlieren sonst ganz viel“, sagt Manfred Diel über sein zweites Buch. Damit Traditionen auch in seiner Familie nicht vergessen werden, wollte Diel seine Geschichte über die Bedeutung von Heimat zuerst seiner ungeborenen Tochter erzählen. Dieser Wunsch wurde dem 53-Jährigen jedoch nicht erfüllt. „Meine Tochter ist kurz nach der Geburt gestorben“, sagt Diel.

Den ersten Tagebucheintrag zu „Sinas Vermächtnis“ hat der Momberger schon 1996 geschrieben. Durch sein Studium zum Personalmanager und sein Aufenthalt in Afghanistan habe er erst spät an seiner Idee weiterarbeiten können. Aber die Schriftstellerei ist Diels große Leidenschaft und sein dreimonatiger Aufenthalt als Soldat in Afghanistan im Jahr 2007 habe ihm den Anstoß gegeben, in einem ersten Buch seine Eindrücke über diesen Einsatz zu verarbeiten. „Der Einsatz hat mir die Endlichkeit vor Augen geführt“, sagt Diel. An seinem zweiten Buch habe er nun zwei Jahre gearbeitet.

Die Geschichte, spielt in der Region, der fiktive Handlungsort Kälbach liegt etwa zwölf Kilometer von Treysa entfernt. Gezeigt wird dort das bäuerliche Leben auf dem Dorf gegen Ende der 1960er Jahre. „Kälbach hat es bis etwa 1535 wirklich gegeben. Dann sind die Einwohner weggezogen, und das Dorf wurde wüst“, sagt Diel. Diels Protagonistin ist Sina, eine Frau, die versucht, alte Werte aufrechtzuerhalten und sie an ihre Familie weiterzugeben. „Tante Sina nimmt in der Geschichte die Geschicke in die Hand“, sagt Diel. Eine Geschichte, in der der Autor alte Brauchtümer aufgreift und erklärt.

Mit seinem neuen Buch habe der 53-Jährige erklären wollen, was Heimat bedeute und dass Traditionen wichtig sind, um sich heimisch zu fühlen. Bücher mit regionalen Themen seien heute bei Verlagen kaum gefragt, glaubt Diel, dessen Buch deshalb im Eigenverlag erschienen ist. • Manfred Diel: Sinas Vermächtnis, 390 Seiten, Tränk-Verlag, 12,90 Euro. www.traenk-verlag.com

Von Chantal Müller

Quelle: HNA

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