Endspurt im Kulturzelt: Platz schaffen für Nena, Milow und Adel Tawil

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Aufbau für die großen Shows: André Wittmann aus Schauenburg(links), der seit zehn Jahren das Kulturzelt tatkräftig unterstützt, und Armin Mohi, der seit 14 Jahren dabei ist und inzwischen in Lübeck lebt, am Mittwoch im Zelt.

Wolfhagen. Endspurt im Stadtpark Teichwiesen - und das bedeutet für die Aktiven des Kulturzelt-Vereins noch einmal richtig Stress. Die drei großen Shows mit Adel Tawil, Milow und Nena stehen an.

Schon um sechs Uhr geht es am Mittwoch zur Sache: Die Bestuhlung wird aus dem Palastzelt geräumt, außerdem die Tribüne abgebaut. Gegen Mittag ist das Zelt bis auf die Bühne leer. Mitten im Raum stehen die Mischpulte für Licht und Ton, Techniker sind dabei, die Anlage für die Mega-Musikproduktionen einzustellen.

Über der Bühne hängen vier Traversen mit 130 Lampen mit 60 Kilowatt Strombedarf. Und da komme dann noch einiges dazu, da jeder Künstler die Bühne für seine Bedürfnisse noch weiter aufrüste, sagen Jaro Brinkmann und Manuel Fiedler, die zu den Technikern gehören. Projektionsflächen und Beamer beispielsweise. „Bei Nena wird alles ausgereizt“, sagt Manuel Fiedler, „und wohl auch bei Adel Tawil am Donnerstag“.

Auf aufwändige Bühnenspektakel können sich die Besucher der Konzerte auf jeden Fall gefasst machen. Platz zum Genießen unter der großzügigen Zeltkonstruktion ist für 2000 Leute. Und deswegen verspricht Kulturmanager Wolfgang Frey auch, dass es an der Abendkasse selbst für Nena noch Karten für Kurzentschlossene geben wird.

Auch hinter den Kulissen wird eifrig geschafft. Dirk Hoffmann, Vorsitzender des Kulturzeltvereins, sagt: „Wir arbeiten in zwei Schichten.“ Genau genommen sind es sogar drei, denn nachts reisen die Künstler und ihr Gefolge an. Meist kommt der Nightliner, der große Reisebus, gegen 2 Uhr an. Dann warten schon zwei Helfer des Kulturzelt-Vereins, um Bus und Tross einzuweisen.

Die erste Schicht der insgesamt 24 ehrenamtlichen Arbeiter vom Verein beginnt um 8 Uhr, kümmert sich unter anderem um Frühstück und Mittagessen für die nachts angereisten Gäste - bei Adel Tawil immerhin 28 Leute -, die zweite Schicht geht um 15 Uhr an den Start. „Für uns ist das Routine“, sagt Hoffmann, „aber es ist auch verdammt anstrengend“.

Der Lohn ist dann, wenn die Show perfekt läuft, Künstler und Publikum einen tollen Abend haben. Dass es am Donnerstag bei Tawil, Freitag bei Milow und am Samstag bei Nena so sein wird, daran haben die Kulturzelt-Macher keinen Zweifel.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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