Death-Metal-Band: Napalm-Death spielte im Sägewerk

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Brachten das Publikum zum Pogo-Tanzen: Die Metal-Rocker Napalm Death aus Birmingham spielten im Neukirchener Kulturzentrum Sägewerk.

Neukirchen. Laut und aggressiv – so lässt sich die Musik der Death-Metal-Band Napalm Death wohl am treffendsten beschreiben, die am Sonntagabend vor etwa 100 Metal-Fans im Neukirchener Kulturzentrum Sägewerk rockte.

Mit tiefen Bässen, dröhnenden Gitarrenriffs und scheppernden Drums ließen die vier Briten ihrer überschüssigen Energie freien Lauf. Sänger Mark „Barney“ Greenway trug mit seinen Texten, die er ins Publikum brüllte, zu einer düsteren Stimmung bei, wie es sich für ein anständiges Metal-Konzert gehört.

Die düstere Stimmung gab es aber nicht nur auf die Ohren: Auch optisch könnten die Musiker und ihre Fangemeinde auf Außenstehende, die nicht in die Metal-Szene involviert sind, angsteinflößend wirken. Lange Haare, mit Tätowierungen übersäte Arme und Beine, dazu schwarze Kleidung mit Totenkopf-Motiven. Dieser Look zeichnete die meisten der Konzertbesucher aus.

Die Fans hatte die Band vom ersten Song an in der Hand: Das überwiegend männliche Publikum moshte, eine extreme Form des Pogo-Tanzens, was das Zeug hielt. Die langen Haare flatterten durch das wilde Kopfschütteln (Headbanging) durch den dunklen Saal.

Um die Fans für ihre Show anzuheizen, hatten die vier Rocker als Vorband die Metal-Combo Kadavrik aus Wesel (Niederrhein) engagiert. Doch so richtig wollte der Funke zum Publikum nicht überspringen. Die Metal-Fans applaudierten zwar nach jedem Song anerkennend, wildes Pogo-Tanzen und Headbanging gab es aber erst, als der Hauptact die Bühne enterte.

1981 gegründet

Napalm Death wurde 1981 gegründet. Sie gelten als eine der international einflussreichsten Bands im Bereich Death- und Extreme-Metal. Zu ihren erfolgreichsten Alben zählen das 1992 erschiene Werk „Utopia Banished“, das in Deutschland Platz 60 der Charts belegte, und der Nachfolger „Fear, Emptiness, Despair“ aus dem Jahr 1994. Anfang März veröffentlichten Napalm Death ihr neuestes Werk „Utilitarian“.

Von Daniel Göbel

Quelle: HNA

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