Kreishandwerkerschaft feierte ihre Meister – Weinmeister: Über Tellerrand schauen

Energie ist die Lokomotive

Schwalm-Eder. Das Handwerk im Schwalm-Eder-Kreis muss einiges stemmen: Es soll bei der Energiesanierung der Häuser eine wichtige Rolle spielen und gleichzeitig für Nachwuchs sorgen. Das ist die Essenz der Meisterfeier, die am Samstag in der Homberger Stadthalle stattfand. 32 junge Leute bekamen ihre Briefe.

Mark Weinmeister, Staatssekretär im Hessischen Umweltministerium, weist den Handwerkern eine Verantwortung für die energetische Sanierung der Häuser und Wohnungen zu. Wenn sie es schafften, ihre Kunden von energiewirtschaftlichen Konzepten zu überzeugen, könnten sie viel dafür tun, dass die Gebäude im Landkreis sinnvoll saniert werden.

Weinmeister forderte die Handwerker auf, über den Tellerrand zu schauen. Sie sollten ihre fachliche Qualifikation einsetzen und konzeptionell denken. „Dafür muss man im einen oder anderen Fall das eigene Gewerk hinten anstellen”, sagte er. Denn die Sanierung müsse für den Hauseigentümer wirtschaftlich bleiben. Je effizienter der Energieverbrauch im Landkreis sei, desto mehr Menschen würden in der Region bleiben.

Das sah auch Landrat Frank-Martin Neupärtl so. Er wies bei dieser Gelegenheit auf den internationalen Energiewettbewerb hin, bei dem der Landkreis Gold gewonnen hat (siehe 2. Seite).

Der neue Präsident der Handwerkskammer, Heinrich Gringel, will das Image des Handwerks aufwerten. Er sieht die Aufgabe im demografischen Wandel darin, das Handwerk auch wieder für Hauptschulabsolventen zu öffnen, um mehr Auszubildende zu bekommen. Das Handwerk sei eine der stabilsten Säulen in der Gesellschaft, sagte er. Kreishandwerksmeister Frank Dittmar fügte hinzu, es biete allen eine Chance, die leistungsbereit seien.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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