Schulen sparten und wurden dafür vom Landkreis geehrt

Energiefresser finden

Gewinner: Landrat Frank-Martin Neupärtl (links) überreicht mit dem Energiebeauftragten Dirk Schnurr (hinten rechts) Vertretern von sieben Schulen die Auszeichnungen. Foto: Nieswandt

Schwalm-Eder. Dafür, dass sie ihre Heizung beim Lüften ausschalten und immer auf der Suche nach Energiefressern sind, wurden am Mittwoch in der Homberger Kreisverwaltung sieben Schulen aus dem Schwalm-Eder-Kreis geehrt.

Die sieben Schulen, die ausgezeichnet wurden, erreichten die meisten Energiepunkte. Diese sind: Die Drei-Burgen-Schule Felsberg, die König-Heinrich-Schule Fritzlar, die Grundschule Guxhagen, die Theodor-Heuss-Schule Homberg, die Wolfgang-Fleischert-Schule Röhrenfurt, das Schwalmgymnasium Treysa sowie die Schule am Reiherwald Wabern. Die Auszeichnungen überreichten Landrat Frank-Martin Neupärtl und der Energiebeauftrage des Kreises Dirk Schnurr.

Ein Modell mit Regeln

Bereits im Jahr 1998 wurde das Pädagogische Prämienmodell ins Leben gerufen. Damals ging es allerdings noch darum, einen möglichst geringen Energieverbrauch zu verbuchen. Vor sieben Jahren erfolgte dann die Umstellung, die mehr Wert auf Pädagogik als auf den tatsächlichen Verbrauch legt.

Schülern und Lehrern soll bewusst gemacht werden, dass ein laufender Fernseher, wenn niemand im Raum ist, unnötig Energie verbraucht, die man auch einsparen könnte. In Schulen werden beispielsweise Energiededektive gewählt, die darauf achten, dass Heizungen beim Lüften ausgeschaltet werden und dass das Licht nicht unnötig brennt. Außerdem gibt es spezielle Verhaltensregeln, die für die jüngeren Klassenstufen auch spielerisch, in Projekttagen gelehrt werden. Für das Schuljahr 2012/2013 nahmen 50 von 71 Schulen am Modell teil. Etwa 70 Prozent aller Schulen seien regelmäßig vertreten, wie Dirk Schnurr mitteilte. Belohnt wurden die Schulen mit einer Gesamtsumme von 27 640 Euro.

Sparen nicht nur an Schulen

Welche Beträge die Schulen genau gespart haben, ist laut Schnurr nicht genau feststellbar. Die Schulen sparten durch die eingehaltenen Regeln etwa zehn Prozent ihres Verbrauches ein. Die öffentlichen Gebäude des Schwalm-Eder-Kreises haben einen Jahresenergieverbrauch von vier Millionen Euro. Würde das Modell also überall durchgesetzt, wäre eine Einsparung von 400 000 Euro für den Kreis möglich. Dass die Schüler den Grundsatz verwirklicht hätten, sei an einzelnen Projekten ersichtlich. Schüler haben sich mit dem Energieverbrauch des Stand-by Betriebes bei Elektrogeräten auseinander gesetzt, und versucht, diesen zu senken.

2013 wurden vom Kreis zwei neue Pelletsanlagen in Betrieb genommen und die Beleuchtung mit LEDs in Sporthallen ausgebaut.

Quelle: HNA

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