Musical „Tara’s Laden“ in der IGS Guxhagen begeisterte - Roland Pflüger sagte Tschüss

Ein Engel und ein Abschied

Das Traumpaar trennt sich: Roland Pflüger (links) und Max Alter haben viele Jahre die musische Arbeit an der IGS geleitet. Jetzt verlässt Pflüger die Schule. Foto:  privat

Guxhagen. Es waren bittersüße Auftritte, die die Schüler der IGS Guxhagen während ihrer Musicalwoche auf die Bühne brachten. Zehn Mal traten sie mit dem Stück „Taras Laden“ in der Schulmensa auf – und begeisterten dabei mehr als 2200 Besucher.

Der donnernde Applaus für das ungewöhnliche Stück, das mitten in der Geschichte eine weitere Geschichte entfaltete, war die eine Seite der Medaille. Der Abschied vom musischen Leiter Roland Pflüger eine andere.

Zwölf Jahre lang hatte Pflüger zusammen mit Regisseur Max Alter die musikalische Arbeit an der IGS geleitet, jetzt verlässt er die Schule. Nicht nur den Schülern tut das leid: „Das ist ein bisschen wie eine Scheidung, wenn man so lange ein richtig starkes Team war“, sagte Max Alter im Gespräch mit unserer Zeitung.

Doch vor dem traurigen Abschied gab es erst einmal donnernden Applaus für die „harte, gewissenhafte und leidenschaftliche Arbeit“, wie Max Alter die einjährige Probenzeit beschreibt.

Die Schüler hatten viele Nachmittage und ganze Wochenenden investiert, um das Stück „Taras Laden“ auf die Bühne der IGS zu bringen, um all die Gesang-, Tanz-, Schauspiel- und Instrumentaleinlagen perfekt zu inszenieren.

Das Stück von einem irdischen Engel namens Tara, die einen Laden eröffnet und immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der jungen Dorfbewohner hat. „Die Geschichte erzählt von Mut, von der Zuversicht und vom Nichtaufgebenwollen“, sagt Max Alter. Diese Themen riss Schauspieler und Besucher gleichermaßen mit. „Erst waren alle eher enttäuscht, dass wir nicht ein Abba- oder We-will-rock-you-Stück aufführen wollen“, berichtet Alter. „Aber dann hat das Thema alle mitgerissen.“

Es lohnt sich zu kämpfen

„Das Thema“, das waren im Stück nicht nur die Probleme der jungen Leute, um Cliquen und die Versuchungen des Alkohols, um Normen, Werte, Ideale: Das Musical sollte zeigen, dass es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen, Rückschläge zum Leben dazugehören und dass die Liebe viele Grenzen überwindet.

Und noch dazu um den Teufel aus der Unterwelt, der sich in Lara verliebt. Deren Rolle war doppelt besetzt. Lara Gerhold und Karla Schneider hatten sich die Titelrolle geteilt: Schließlich wurde das Stück an der IGS während der Musical-Woche zwei Mal täglich inszeniert. Beide, sagt Max Alter, hätten großartige Leistungen abgeliefert.

Alle Mitwirkende waren in ihre Rolle und zu einer großen Musical-Familie zusammengewachsen. Deren musischer Leiter Roland Pflüger verlässt diese Familie nun. Was bleibe, sei der Stolz auf zwölf fantastische Jahre mit Musical-Darbietungen, die viele Mitwirkende in ihrer Kreativität prägten und in all den Jahren 20 000 Zuschauer begeisterten, berichtet Max Alter – mit Wehmut. (bra)

Quelle: HNA

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