Engpass in katholischer Gemeinde Fritzlars mit Ordensbruder überbrückt

Fritzlar. Es wird personell eng in der katholischen Kirchengemeinde von Fritzlar. Der zweite Geistliche, der den neuen Stadtpfarrer Jörg Stefan Schütz unterstützen sollte, wird sein Amt nicht antreten.

Schütz, der zuletzt Dechant in der Rhön war, hat die Arbeit der fünf Prämonstratenser-Chorherren übernommen.

Einer von ihnen sitzt in U-Haft, die anderen sind von ihrem Orden versetzt worden. Der neue Stadtpfarrer sollte von Prälat József Horváth (75) unterstützt werden, einem ungarischen Priester, der zuletzt Direktor einer Akademie für Erwachsenenbildung in Ungarn war. Doch der hat sich entschieden, nicht nach Fritzlar zu kommen.

Bistumssprecher Ohnesorge bestätigte das am Freitag. Horváth hatte sich kürzlich einer Operation unterzogen, wie es aus dem Bistum hieß. Außerdem werde er in seinem Heimatland gebraucht und habe sich auch aus diesem Grund entschieden, in Ungarn zu bleiben. Dafür wird aber im nächsten Sommer eine Kaplanstelle in der katholischen Gemeinde von Fritzlar eingerichtet. Ein Kaplan ist ein zum Priester geweihter Geistlicher, der noch keine eigene Pfarrei hat und, wie im Falle Fritzlars, den Stadtpfarrer unterstützt.

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Zur Überbrückung des personellen Engpasses soll ein Ordensbruder aus dem neuen Ziegenhainer Kloster einspringen. Der Orden der Oblaten Maria Immaculata besteht in der Schwalm aus vier Mitgliedern.

Er wird voraussichtlich drei Tage in der Woche rund um den Dom aushelfen und unter anderem Gottesdienste in Altenheimen halten und Kranke besuchen. Denkbar sei auch, so sagte Stadtpfarrer Schütz, dass der Ordensbruder einen Wochenendgottesdienst übernimmt. In den nächsten Tagen steht der neue Militärpfarrer Achim Patton dem Kollegen aus der Stadt zur Seite. (rbg)

Quelle: HNA

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