„Aus meiner Sicht“: Ausstellung in der CBS zeigt Bilder der Künstlerin Elke Kaufmann

Entdeckung aus der Ferne

Spiel der Planeten: Die Arbeiten der Treysaer Künstlerin Elke Kaufmann – Aquarelle, Acrylbilder und Zeichnungen – sind noch bis Ende März im Atrium zu sehen. Fotos: Rose

Ziegenhain. „Aus meiner Sicht“ ist der Titel der ersten Einzelausstellung von Elke Kaufmann aus Treysa, die am Sonntag vor 100 Gästen im Atrium der Carl-Bantzer-Schule eröffnet wurde. Damit reiht sich die Künstlerin in die 27. Galerie in der Schule ein. Bis Ende März sind Kaufmanns Arbeiten zu sehen. Ihre Würdigung fanden die Werke in einer Laudation von Heinrich Opper. Schulleiterin Heidrun Elborg begrüßte zuvor die Gäste, Bürgermeister Wilhelm Kröll sprach ein Grußwort. Musik für Flöte und Klavier rahmte die festliche Stunde ein – dargeboten von Franziska und Stefan Reitz sowie Barbara Kaufmann-Wechsel.

Heinrich Opper verglich Kaufmanns Bilder mit Zeichnungen aus dem „Kleinen Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. „Auf der Zeichnung ist gar kein Hut zu sehen – sondern eine Riesenschlange, die gerade einen Elefanten verdaut“, erläuterte Opper. Auch hinter Elke Kaufmanns Pinselstrichen verbirgten sich Dinge, die auf den ersten Blick nicht sichtbar würden. „Denn ihr geht es nie um die naturnahe Darstellung, sondern um das Wesen des Dargestellten. In der Kunst drücken wir das aus, was Natur nicht ist.“ Malen sei ein offener Prozess – „bei dem sich das Ergebnis erst entwickelt.“ Inspirieren lasse sich die Künstlerin von Landschaften, Blumen und der Insel Usedom, wo sie mehrere Wochen im Jahr verbringe.

Statische Darstellung

Doch Elke Kaufmann habe auch ein besonderes Auge für Strukturen. Motive wie Lilien und Bäume seien fast eine Abstraktion. Manchmal brauche es nicht mehr als ein paar hingetuschte Linien, um daraus für den Betrachter eine Landschaft zu erzeugen. Die Menschen reduziere die Künstlerin auf eine nahezu statische Darstellung – mit Ausnahme der Porträts.

Beeindruckend seien ihre Triptychons – dreigeteilte Gemälde – wie der „Urknall“ oder eine farbintensive Planeten- und Sonneninstallation. Für alle Werke sprach Heinrich Opper eine Empfehlung aus: „Gehen Sie nicht so nah ran, sonst entfernen sie sich wieder von dem Bild.“ Zum Betrachten und Eintauchen blieb im Anschluss an die Eröffnung genügend Zeit. Die Schüler der Klasse 9aR reichten den Gästen Waffeln und kleine Leckereien.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Kommentare