RP Kassel verschiebt Frist für Baugenehmigung, Schrecksbach will keine weiteren Windparks

Entscheidung über Gleiche verschoben

Schrecksbach/Immichenhain. Die Frist für die Baugenehmigung des Windparks Die Gleiche zwischen Schrecksbach und Immichenhain wurde vom Regierungspräsidium Kassel (RP) verschoben. Das bestätigten die Bürgermeister Norbert Miltz aus Ottrau sowie Andreas Schultheis aus Schrecksbach.

Ursprünglich war mit einer Entscheidung des RP Ende März gerechnet worden, nun soll sie zum 30. Juni fallen. Die Bürgerinitiative, die sich gegen den Windpark stark macht, hatte zwei Gutachten nachgereicht, die müssen nun geprüft werden. Darin ging es um Vogelschutz sowie Bestände der Wildkatze, erklärte Miltz.

Planung nicht gefährdet

Ottraus Bürgermeister sieht durch die Fristverschiebung die derzeiten Bauplanungen nicht gefährdet, so soll im Oktober mit den Rodungen im Immichenhainer Wald begonnen werden. Die sechs Windräder werden seiner Ansicht nach kommen. Miltz schätzt weiterhin die Windkraft „als Perspektive für die Gemeinde Ottrau“.

In der nächsten Ottrauer Gemeindevertretersitzung soll zudem ein weiterer Standort für Windräder, die sogenannten Dick zwischen Ottrau und Elbenrod, diskutiert werden. Der Regionalplan sieht das Gebiet als Vorrangfläche vor. Zudem will die Stadt Alsfeld die angrenzende Elbenröder Dick als Windpark beplanen lassen (wir berichteten).

Auch in Schrecksbach wird man sich über Die Gleiche hinausgehend mit dem Thema Windkraft weiter beschäftigen müssen. Denn der Regionalplan sieht weitere Windkraft-Flächen im Gemeindegebiet vor. „Die kommunale Meinung wird nicht berücksichtigt“, betonte Schrecksbachs Bürgermeister, denn der Regionalplan steche Entscheidungen der Gemeindevertretung aus.

Schrecksbach lehnt sowohl das Gebiet zwischen Röllshausen und Merzhausen (Auf dem Gebrannten) als auch das Stück Richtung Neukirchen (Kohlwald/Finkenburg) ab. Doch die Gemeinde Willingshausen habe sich bereits für die Vorrangfläche ausgesprochen, so müsse nun Schrecksbach allein gegen die Planungen aktiv werden.

Deshalb schlug Schultheis der Gemeindevertretung vor, Unterlagen zusammenzustellen, um gegen die beiden Suchräume vorzugehen. Die Kosten dafür sollten allerdings 3000 Euro nicht überschreiten. Der Vorschlag wurde von der Gemeindevertretung angenommen. (cls/khi)

Quelle: HNA

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