Entsetzen nach brutalem Überfall: 66-Jährige weiter im Krankenhaus

Altenhasungen. Nach dem brutalen Überfall am Mittwochabend auf eine 66-Jährige Mitarbeiterin eines Tante-Emma-Ladens herrscht Entsetzen. Bei der Attacke durch drei betrunkene Jugendliche wurde die Frau mit einer Bierflasche auf den Kopf geschlagen und kam verletzt ins Krankenhaus.

Der 66-Jährigen soll es etwas besser gehen, erste Meldungen, wonach die Frau Glassplitter ins Auge bekommen haben soll, bestätigten sich offenbar nicht. Laut Sprecher Wolfgang Jungnitsch vom Polizeipräsidium Kassel besteht keine Lebensgefahr, inzwischen sei die Frau von der Notaufnahme auf eine normale Station verlegt worden.

Die Untersuchungen in einem Kasseler Krankenhaus liefen noch, genauere Informationen lagen Jungnitsch aber noch nicht vor. Der Polizeisprecher korrigierte das Alter der drei Täter. Zwei der Jugendlichen seien 16 Jahre, ein weiterer 15 Jahre alt. Derzeit liefen die Vernehmungen der Jugendlichen durch das Kommissariat K 35 Raub.

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Sechs Beamte der Gruppe Basu 21, einer Abteilung im K35 für besonders auffällige Straftäter unter 21 Jahren, seien mit den Ermittlungen beschäftigt.

Die Altenhasungerin Monika Jeschke kennt das Überfallopfer seit über 30 Jahren gut und wohnt in unmittelberer Nähe der 66-Jährigen. Im Ort seien viele Bewohner geschockt, es herrsche eine große Betroffenheit, sagte die 64-Jährige.

Etwas derartiges sei in der 25-jährigen Geschichte des Dorfladens noch nicht im beschaulichen Altenhasungen passiert. Jeschke ist eine von drei Geschäftsführerinnen des Tante-Emma-Ladens und berichtet, dass die drei Jugendlichen schon am Nachmittag durchs Dorf gezogen und für Unruhe und ein „ungutes Gefühl“ bei einigen Bewohnern gesorgt hätten. Dabei haben die Jugendlichen offenbar schon am Nachmittag ein Fahrrad aus einer Garage im Ort geklaut, welches sie unmittelbar vor der Tat am Lädchen abstellten. Danach haben der 15-Jährige und die beiden 16-Jährigen die Frau bei Ladenschluss gegen 18 Uhr abgepasst, ehe sie gegen 19 Uhr mit einer Bierflasche auf das Opfer einschlugen, sagt Jeschke.

Anschließend flüchteten sie mit der Beute, Schnaps und Zigaretten. Kurze Zeit später, etwa gegen 19.30 Uhr wurden sie von der Polizei festgenommen. Anteil am schnellen Fahndungserfolg hatte auch der 22-jährige Enkel des Opfers. Er hatte von der Tat erfahren und sich auf die Suche nach den Tätern gemacht, die allesamt in der Drogenhilfeeinrichtung Am Bärenberg untergebracht sind. Als er die Täter entdeckte, traf auch schon die Polizei ein. Alle standen nach Angaben der Beamten unter Alkoholeinfluss. (uli)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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