Am Donnerstag soll  abgestimmt werden

Gestaltungskonzept Kirchplatz: Entwurf kommt gut an

Weitläufig und großzügig: Der Entwurf des Planungsbüros, Blick von Südwesten. Abbildung: Latz Riehl Partner/Repro: aqu

schwalmstadt. Um die Umgestaltung des Kirchplatzes in der Oberstadt Treysa geht es in der kommenden Stadtverordnetensitzung Schwalmstadt: Ein überarbeiteter Entwurf für das 2400 Quadratmeter-Areal liegt vor. Weil die Kanal- und Wasserleitungendort erneuert werden, steht im kommenden Sommer die Umgestaltung an.

Wesentliche Punkte des Vorentwurfes sind die

• Öffnung der Fläche bis an die Stadtmauer,

• die Wiederverwendung der vorhandenen. Natursteine für die Oberflächengestaltung des eigentlichen Kirchplatzes,

• der Erhalt von ca. 18 Stellplätzen am Kirchplatz (Seite Am Angel) und weiterer Behinderten-Stellplätze vor der Kirche,

• der Verzicht auf eine generelle Umfahrung der Kirche,

• die Wegnahme einiger Bäume, bei gleichzeitiger Pflanzung von geeigneten Bäumen (Säuleneichen).

Magistrat und Ortsbeirat haben sich schon mit dem Vorentwurf befasst, ebenso der Stadtgeschichtliche Arbeitskreis, der den jetzt vorliegenden, zweiten Entwurf erheblich besser findet als den ersten. Gelobt wird, dass der Grundriss der Stadtkirche durch eine rundumlaufende Pflasterung hervorgehoben werden soll. Auch die Neustrukturierung des Kirchplatzes in Grün- und Freiflächen, Ruhezonen mit Parkbänken und der größte Teil der Parkplätze ist nach Meinung des Arbeitskreises gelungen. „Besonders gut und erfreulich ist aus unserer Sicht die geplante Aussichtsplattform (Belvedere) auf der Stadtmauer, von der auch wir bei Stadtführungen partizipieren können.“ Erheblich seien jedoch die Bedenken zur großen Zahl von Bäumen, die an unterschiedlichen Stellen neu gepflanzt werden sollen. Besonders die vor den gotischen Fenstern vorgesehenen Bäume werden kritisiert, sie würden den Innenraum beschatten. Auch würden die an den Strebepfeilern vorhandenen und kunsthistorisch besonders wertvollen „Stationsbilder“ (Leidensgeschichte und Kreuzigung Jesus) beeinträchtigt.

Die Kosten pro Quadratmeter werden mit 130 Euro kalkuliert, im Rahmen der Stadtsanierung steht Geld zur Verfügung. Eins aber solle der Platz definitiv nicht werden, sagte Bürgermeister Dr. Näser im Gespräch mit der HNA: Ein Luxusplatz.

• Öffentliche Sitzung der Stadtverordneten: Donnerstag, 10. Oktober, 19 Uhr, Rathaus Ziegenhain

Quelle: HNA

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