Förderkreis Hans-Staden spendete 2700 Euro an Vereine, Schulen und Archive

Erbe eines großen Hombergers

Förderkreis Hans Staden spendete 2700 Euro an Vereine: von hinten links Alexander Wilhelm, Ralf Weskamp, Jürgen Schulz-Grobert, Michael Sack (KSK), Eckhard Preuschhof, Johannes Grötecke, vorne von links Thomas Schattner, Förderkreisvorsitzender Helmut Blau und Karl Hellwig. Foto:  bra

Homberg. Niemand musste lange überlegen, was er denn nun um Himmels willen mit dem Geld anfangen soll: Die 2700 Euro, die der Homberger Förderkreis Hans Staden an Vereine, Schulen, Archive und Autoren spendete, sind schon komplett für feste Vorhaben verplant.

Die THS-Lehrer Thomas Schattner und Johannes Grötecke haben beispielsweise mit den 300 Euro vom Förderkreis ihr Buch „Der Freiheit jüngstes Kind“ finanziert. Für den Partnerschaftsverein Homberg-Stolin waren die 500 Euro wichtig, um den Erholungsurlaub von 20 Kindern aus der weißrussischen Stadt zu bezahlen.

Der Zweigverein Homberg im Verein für Hessische Geschichte nahm 300 Euro als Geldspritze für den Jubiläumsband zu seinem 50. Geburtstag. Die THS wird mit den 300 Euro weiter mit Oberstufenschülern zum Thema Hans Staden arbeiten und das Lateinamerika-Zentrum in Bonn sowie ein Sozialprojekt in Brasilien unterstützen.

Nicht alles sind Vorzeigeprojekte im Wortsinne. Eckhard Preuschhof vom heimatkundlichen Archiv der Kreisstadt wird die 300 Euro nutzen, um „Kleinarbeit im Verborgenen“ zu leisten. Auch die sei wichtig, sagte Preuschhof, der sich bei der Übergabe in der Kreissparkasse in Homberg sichtlich erfreut und dankbar zeigte.

Vorsitzender Helmut Blau und Vorstandsmitglied Alexander Wilhelm überreichten die Summen, die – zusammen mit anderen Projekten in Homberg – den Gesamtbetrag von 2700 Euro ergeben. Damit wolle der Förderkreis das Engagement vieler Ehrenamtlichen für die Stadt Homberg würdigen, deren größter Sohn der Brasilienreisende und -forschende Hans Staden gewesen sei, sagte Helmut Blau.

Nicht nur lokale Größe

Dass der nicht nur eine lokale Größe war, berichtete auch Karl Hellwig, Leiter des Medienzentrums Schwalm-Eder. Er brachte zum Termin einen Magnettonfilm über das Leben und Wirken Stadens mit. Dieser wurde früher landesweit im Unterricht gezeigt. „Staden war nicht das Hobby weniger Homberger, sondern anerkannter Forscher.“

Das sieht der Förderkreis ganz genauso. Sein Ziel: Er will noch mehr erfahren über den um 1525 geborenen und damit ersten Südamerikaforscher Hombergs. (bra)

Quelle: HNA

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